Husar (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ der Husar

die Husaren

Genitiv des Husaren

der Husaren

Dativ dem Husaren

den Husaren

Akkusativ den Husaren

die Husaren

 
[1] Französischer Husar vom 8. Regiment, 1804

Worttrennung:

Hu·sar, Plural: Hu·sa·ren

Aussprache:

IPA: [huˈzaːɐ̯]
Hörbeispiele:   Husar (Info),   Husar (Österreich) (Info)
Reime: -aːɐ̯

Bedeutungen:

[1] berittener (ursprünglich ungarischer) Soldat

Herkunft:

im 15. Jahrhundert von ungarisch huszár → hu „Lanzenreiter“ entlehnt[1]

Gegenwörter:

[1] Dragoner, Karabinier, Kürassier, Ulan

Oberbegriffe:

[1] Kavallerist, Reiter

Beispiele:

[1] Die Husaren stürmten in der Schlacht voran.
[1] „Zwei weitere Husaren von der gleichen Statur hatten sich hinter einer Bank aufgestellt - der kaiserliche Kammerherr wollte wohl kein Risiko eingehen.“[2]
[1] „Sie mußten zur Seite springen, sich an eine Häuserwand drängen, denn die ganze Straße wurde von einer Schwadron roter Husaren eingenommen, die in so schnellem Trab in Kriegsausrüstung vorbeizogen, daß die Karabiner auf ihren Rücken hin und her hüpften.“[3]
[1] „Murat erschien als Erster im Zentrum von Moskau, eskortiert von Württemberger Husaren.“[4]

Wortbildungen:

Husarenmütze, Husarenritt, Husarenstreich, Husarenstück, Husarenuniform

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, „Husar“, Seite 555
[1] Wikipedia-Artikel „Husar
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Husar
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Husar
[1] The Free Dictionary „Husar
[1] Duden online „Husar
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalHusar

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Husar“, Seite 428.
  2. François Garde: Was mit dem weißen Wilden geschah. Roman. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-66304-8, Seite 203. Französisches Original „Ce qu'il advint du sauvage blanc“ 2012. weißen Wilden im Titel kursiv.
  3. Eugen Uricaru: Scheiterhaufen und Flamme. 1. Auflage. Verlag der Nation, Berlin 1984, ISBN 3-88680-500-X, Seite 285.
  4. Arno Surminski: Der lange Weg. Von der Memel zur Moskwa. Roman. LangenMüller, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-7844-3508-4, Seite 186.