Ablenkung (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Ablenkung

die Ablenkungen

Genitiv der Ablenkung

der Ablenkungen

Dativ der Ablenkung

den Ablenkungen

Akkusativ die Ablenkung

die Ablenkungen

Worttrennung:

Ab·len·kung, Plural: Ab·len·kun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈapˌlɛŋkʊŋ]
Hörbeispiele:   Ablenkung (Info)

Bedeutungen:

[1] Abweichung von einer Richtung
[2] Abbringen von einer eingeschlagenen Richtung oder einem eingeschlagenen Ziel
[3] psychische Entspannung/ Zerstreuung

Herkunft:

Substantivierung (Ableitung) von ablenken mit dem Wortbildungssuffix -ung

Synonyme:

[1] Abweichung
[2] Abbringen, Täuschung
[3] Zerstreuung

Unterbegriffe:

[1] Bahnablenkung (Flugbahnablenkung), Kraftablenkung (Schwerkraftablenkung), Lichtablenkung

Beispiele:

[1] In der Arktis zeigt die Kompassnadel eine Ablenkung vom geographischen zum magnetischen Nordpol.
[2] Die erwünschte Ablenkung der Gegner von ihrer ursprünglichen Marschrichtung ist gelungen.
[2] „Dass so demonstrativ und irgendwie anzügliche «um den Penis Herumreden», was viel mit Aufgeblasenheit und anderen pneumatischen Effekten zu tun hat und mit dem nicht geführten Dialog darüber, was die Menschen wirklich gefühlsmäßig belastet (wozu die Beschneidung der Penisvorhaut vermutlich eher nicht gehört), hat eine wichtige Funktion (neben den offensichtlichen, über die man besser schweigen sollte): Die Ablenkung.[1]
[3] Nach einem anstrengenden Tag dient Ablenkung der Erholung.
[3] „Das sinnlose Herumsitzen und Warten zehrte an den Nerven, die einzige Ablenkung waren das Probetauchen und ritualisierte Handgriffe, die jeden Tag gleich abliefen.“[2]

Wortbildungen:

[2] Ablenkungsmanöver, Ablenkungsstrahl

ÜbersetzungenBearbeiten

[1–3] Wikipedia-Artikel „Ablenkung
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Ablenkung
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Ablenkung
[3] The Free Dictionary „Ablenkung
[?] Duden online „Ablenkung“ zzT. nicht erreichbar
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalAblenkung

Quellen:

  1. Hanna Rheinz: Nicht der Kritiker ist infam, sondern der, der ihn totschweigt. Ein Offener Brief an den Präsidenten des Zentralrats der Juden – und Jüdinnen. In: Jüdische Zeitung. Unabhängige Monatszeitung für zeitgenössisches Judentum. Nummer 9 (79)/2012, September 2012, ISSN 1861-4442, Seite 7.
  2. Yves Buchheim, unter Mitarbeit von Franz Kotteder: Buchheim. Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters. Heyne, München 2018, ISBN 978-3-453-20197-2, Seite 55.