entlehnen (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich entlehne
du entlehnst
er, sie, es entlehnt
Präteritum ich entlehnte
Konjunktiv II ich entlehnte
Imperativ Singular entlehn!
entlehne!
Plural entlehnt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
entlehnt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:entlehnen

Worttrennung:

ent·leh·nen, Präteritum: ent·lehn·te, Partizip II: ent·lehnt

Aussprache:

IPA: [ɛntˈleːnən]
Hörbeispiele:   entlehnen (Info)
Reime: -eːnən

Bedeutungen:

[1] transitiv: aus einem anderen geistigen Bereich übernehmen und anpassen

Herkunft:

mittelhochdeutsch entlēhenen → gmh und entlēhen → gmhentleihen“, althochdeutsch intlēhanōn → goh, zu lēhanōn → gohleihen“, von lēhanLehen“. Das Wort seit dem 9. Jahrhundert belegt.[1][2][3]

Beispiele:

[1] „Ich meine schließlich die Rolle des zugereisten Harlekins am Hof der Scheinrevolutionäre, der, weil er so lange unglaubwürdige Metaphern aus dem Sprachgebrauch der zwanziger Jahre für seinerzeit folgenlose Poeme entlehnen mußte, nun flugs zum Dichter der Revolution sich aufschwingt — aber immer noch in der Attitüde des Unverantwortlichen, der sich um die praktischen Folgen seiner auslösenden Reize nicht kümmert.“[4]

Wortbildungen:

Konversionen: Entlehnen, entlehnend, entlehnt
Substantiv: Entlehnung

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „entlehnen
[1] canoonet „entlehnen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalentlehnen
[1] The Free Dictionary „entlehnen
[1] Duden online „entlehnen
[1] wissen.de – Wörterbuch „entlehnen
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „entlehnen
[1] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „entlehnen

Quellen:

  1. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „entlehnen
  2. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „entlehnen
  3. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Lehen
  4. Jürgen Habermas: Scheinrevolution unter Handlungszwang. In: Der Spiegel. 10. Juni 1968 (online)