Steckbrief (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular Plural
Nominativ der Steckbrief die Steckbriefe
Genitiv des Steckbriefes
des Steckbriefs
der Steckbriefe
Dativ dem Steckbrief
dem Steckbriefe
den Steckbriefen
Akkusativ den Steckbrief die Steckbriefe
 
[1] historischer Steckbrief, mit dem Georg Büchner gesucht wurde

Worttrennung:

Steck·brief, Plural: Steck·brie·fe

Aussprache:

IPA: [ˈʃtɛkˌbʁiːf]
Hörbeispiele:   Steckbrief (Info)

Bedeutungen:

[1] für die Öffentlichkeit bestimmte, behördliche Zusammenstellung der Merkmale eines gesuchten Verbrechers mit der Bitte um sachdienliche Hinweise
[2] übertragen: Übersicht wichtiger Kenndaten über eine Person, ein Lebewesen oder einen Gegenstand

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Verbs stecken und Brief, belegt seit dem 16. Jahrhundert[1]

Synonyme:

[1] Fahndungsplakat

Beispiele:

[1] Im Wilden Westen wurden Steckbriefe mit dem Wort „wanted“ überschrieben.
[1] „Ich darf nicht länger zögern, aber wie komme ich zu ihm, mein Steckbrief hängt an allen Litfaßsäulen, mein Gesicht ist allzuvielen bekannt.“[2]
[1] „Im Augenblick, in dem der Spaziergang beginnen sollte, wurde er jedoch von neuen Bedenken geplagt; es fiel ihm ein, daß er sich auf eine Art und Weise frisieren lassen wollte, die schon auf seinen Steckbrief zugeschnitten war.“[3]
[1] „Es ist auch nicht leicht, im besetzten Deutschland zu reisen, besonders als Deutscher und ohne Papiere und mit einem Steckbrief.“[4]
[2] Im Informationsheft finden Sie Steckbriefe der wichtigsten im Naturschutzgebiet vorkommenden Arten.
[2] „Er irrt jedoch, und ich sehe mich nun zur Veröffentlichung dieses Steckbriefs gezwungen.“[5]

Wortbildungen:

[1] steckbrieflich

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Steckbrief
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Steckbrief
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Steckbrief
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSteckbrief
[1] The Free Dictionary „Steckbrief
[1, 2] Duden online „Steckbrief

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „stecken“.
  2. Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-018688-6, Seite 180f. Erstauflage 1933.
  3. Ernst Jünger: Afrikanische Spiele. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-96061-7, Seite 138. Erstausgabe 1936.
  4. Edgar Hilsenrath: Der Nazi & der Friseur. Roman. 15. Auflage. dtv, München 2017, ISBN 978-3-423-13441-5, Seite 187. Zuerst 1977 erschienen.
  5. Loriot (Verfasser); Susanne von Bülow, Peter Geyer, OA Krimmel (Herausgeber): Der ganz offene Brief. Hoffmann und Campe, Hamburg 2014, ISBN 978-3-455-40514-9, Seite 255.