Servitut (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Servitut

die Servitute

Genitiv der Servitut

der Servitute

Dativ der Servitut

den Servituten

Akkusativ die Servitut

die Servitute

Anmerkung zum Genus:

Duden (siehe Referenzen) gibt als Genus neutrum und femininum an.
Der Oberste Gerichtshof (OGH) Österreich beschäftigte sich in einem Urteil von 2005 (GZ 3Ob125/05m) mit dem Genus des Wortes Servitut und stellte fest: „Die irrige Auffassung, ›Servitut‹ sei grammatikalisch sächlichen Geschlechts, kann wohl nur auf schwindende Lateinkenntnisse einerseits und die leider auch bei Verfassern von Wörterbüchern bestehende Unkenntnis der österreichischen Rechtssprache, andererseits zurückgeführt werden. […] Angesichts dieses Befundes sieht der erkennende Senat keine Veranlassung, sich der unrichtigen Auffassung juristischer Laien anzuschließen und von der auf der seit der Antike ungebrochenen Rechtstradition beruhenden weiblichen Form „die Servitut“ abzuweichen, die noch dazu im grammatikalischen Geschlecht mit dem entsprechenden deutschen Rechtsbegriff „Dienstbarkeit“ übereinstimmt.“ Vergleiche Wikipedia-Artikel „Dienstbarkeit (Österreich)

Worttrennung:

Ser·vi·tut, Plural: Ser·vi·tu·te

Aussprache:

IPA: [zɛʁviˈtuːt]
Hörbeispiele:   Servitut (Info)
Reime: -uːt

Bedeutungen:

[1] Nutzungsrecht an einer fremden Sache

Herkunft:

von lateinisch servitūs, servitūt-, f. → la „Sklaverei, Knechtschaft“, dies abgeleitet von servus → la „Sklave“

Synonyme:

[1] Dienstbarkeit, Nutzungsrecht

Beispiele:

[1] Der Nachbar hat die Servitut auf die Zufahrtsstraße im Grundbuch eingetragen.
[1] „Die Ausübung persönlicher Servituten wird, wenn nichts anderes verabredet worden ist, nach folgenden Grundsätzen bestimmt: Die Servitut des Gebrauches besteht darin, daß jemand befugt ist, eine fremde Sache, ohne Verletzung der Substanz, bloß zu seinem Bedürfnisse zu benützen.“ (§ 504 ABGB)[1]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Dienstbarkeit
[1] Duden online „Servitut

Quellen: