Rhomboid (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular Plural
Nominativ das Rhomboid die Rhomboide
Genitiv des Rhomboids
des Rhomboides
der Rhomboide
Dativ dem Rhomboid
dem Rhomboide
den Rhomboiden
Akkusativ das Rhomboid die Rhomboide
 
[1] ein Rhomboid mit Bezeichnungen

Anmerkung zum Genus:

Es lassen sich auch Zitate finden, die das männliche Genus, also der Rhomboid enthalten.

Worttrennung:

Rhom·bo·id, Plural: Rhom·bo·i·de

Aussprache:

IPA: [ʁɔmboˈiːt], [ʁɔmboˈʔiːt]
Hörbeispiele:   Rhomboid (Info), —
Reime: -iːt

Bedeutungen:

[1] Parallelogramm ohne rechte Winkel und mit paarweise unterschiedlich langen Seiten

Herkunft:

zugrunde liegt griechisch ῥομβοειδής (rhomboeidḗs) → grc „einem Rhombus ähnelnd“[1]
strukturell: Ableitung zum Stamm des Wortes Rhombus mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -oid

Anmerkung zur Worthistorie:

frühere Wortformen waren Rhomboides mn sowie Rhomboide f

Synonyme:

[1] Rautling

Oberbegriffe:

[1] Parallelogramm

Beispiele:

[1] „Ich hantierte weiter mit Fußteilen, mit gespreizten Fingern, mit einem schweren grünweißen Körper, suchte für einen durch Schattenfall vergrößerten Mund ein Gesicht und fand - schiebend, probierend - einen Hinweis auf Klaas, fügte Dreiecke und Rhomboide hinzu und ließ meinen Bruder sich selbst immer ähnlicher werden, bis er endlich fluchtbereit vorhanden war: Klaas, nicht eine Wiedergabe, sondern ein Ausdruck der Furcht.“[2]
[1] „Ein schiefwinkliges Parallelogramm mit ungleichen Seitenpaaren wird auch Rhomboid genannt.“[3]
[1] „Man nimmt die Linie A zur Grundlinie und mißt den gegebenen Winkel C durch einen Bogenschnitt, welchen man mit der nemlichen Oefnung des Zirkels auch aus A macht; dann sezt man den Zirkel wieder in den gegebenen Winkel in d und thut solchen auf bis in den Kreuzungspunkt e, und trägt ihn wieder auf die Linie A in den Bogenpunkt d, wo man diesen Bogen durchschneidet; alsdann nimmt man die andere Linie B und bemerket solche aus A mit dem Bogen aus F in G, dann auch die andere Linie, BF und durchschneidet aus H den Bogen in G, ziehet sodann durch alle diese Punkte Linien, so hat man einen Rhomboid mit dem verlangten Winkel c gezeichnet.“[4]
[1] „Quadrate, Rechtecke, Rauten und Rhomboide haben den gemeinschaftlichen Namen Parallelogramme, weil die gegenüber stehenden Seiten mit einander parallel laufen. […] Worin unterscheidet sich der Rhomboid vom Rhombus? und worin vom Rechteck?“[5]
[1] „Zu den Parellelogrammen gehören: […] d) der Rhomboid oder das verschobene Rechteck (siehe Fig. 82), in welchem nur die gegenüber liegenden Seiten und auch nur die gegenüber liegenden Winkel gleich sind.
Wie unterscheidet sich der Rhomboid vom Rhombus? Der Rhomboid hat ungleiche Seiten, der Rhombus aber gleiche. Worin unterscheidet sich der Rhomboid vom Rechteck? Der Rhomboid hat zwei spitze und zwei stumpfe Winkel, das Rechteck aber vier rechte.“[6]
[1] „Zu den Parellelogrammen gehören: […] d) der Rhomboid oder das verschobene Rechteck (Fig. 62), in welchem nur die gegenüber liegenden Seiten und auch nur die gegenüber liegenden Winkel gleich sind.“[7]
[1] „Nicht ganz klar ist die Funktion des länglichen Gefäßes zwischen dem Greifen und dem Baum; vielleicht betont es die Segensmacht, die vom Kultsymbol ausgeht, während der Rhomboid (vgl. Abb. 284a, 286, 300 u.ö.) über dem Greifen die sakrale Sphäre markiert.“[8]
[1] „Der Rhomboid als Grundrisskonfiguration reagiert auf das städtebauliche Umfeld, die Restriktionen des Tunnelbauwerks und auf die optimierte Ausrichtung zu den Windhaupteinfallsrichtungen.“[9]

Wortbildungen:

rhomboid, rhomboidal, rhomboidalisch, rhomboidisch

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Rhomboid
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Rhomboid
[1] Duden online „Rhomboid

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „rhomboid“.
  2. Siegfried Lenz: Die Deutschstunde. Roman. C. W. Niemeyer, Hameln 1989, ISBN 3-87585-884-0, Seite 180f. Erstveröffentlichung 1968.
  3. W. Gellert, H. Küstner, M. Hellwich, H. Kästner (Herausgeber): Mathematik. Harri Deutsch, Frankfurt/Main, Zürich 1972, Seite 187.
  4. Johann Konrad Gütle: Angenehme Beschäftigungen für junge Leute beiderley Geschlechts zur Belehrung und Unterhaltung in geschäftsfreyen Stunden. Nürnberg, 1815, Seite 75.
  5. D. Eyth: Praktisches Rechenbuch zum Gebrauche für Mittel- und Oberklassen in Volksschulen und andern niedern Lehranstalten sowie zum Privatunterricht. Nördlingen, 1851, Seite 258.
  6. Heinrich von Gerstenbergk: Encyclopädie der rechnenden Baukunst und der mit ihr in Verbindung stehenden Geschäfte. Vierter Theil, enthaltend die geometrische Meß- und Berechnungslehre für Baugewerke rc. Weimar, 1859, Seite 35 und 37.
  7. Leopold Rudolphi: Die Geometrie und das geometrische Zeichnen in praktischer Anwendung auf die Berufsarbeiten der Künstler und Handwerker, vornehmlich der Lithographen, Mechaniker, Maschinenbauer, Bild- und Steinhauer, Maurer, Zimmerleute, Dach- und Schieferdecker, Tischler, Klempner, Kupferschmiede, Schloser, Gebäudemaler und Anstreicher, Gärtner u. A. m. Weimar, 1862, Seite 42f.
  8. Othmar Keel und Christoph Uehlinger: Göttinnen, Götter und Gottessymbole: Neue Erkenntnisse zur Religionsgeschichte Kanaans und Israels aufgrund bislang unerschlossener ikonographischer Quellen. 2010, Seite 358. (ISBN 978-3-7278-1680-2)
  9. Dirk Bohne: Ökologische Gebäudetechnik. Verlag W. Kohlhammer, 2004, Seite 137, zum Stadttor Düsseldorf.