Konstituentenstruktur

Konstituentenstruktur (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Konstituentenstruktur

die Konstituentenstrukturen

Genitiv der Konstituentenstruktur

der Konstituentenstrukturen

Dativ der Konstituentenstruktur

den Konstituentenstrukturen

Akkusativ die Konstituentenstruktur

die Konstituentenstrukturen

Worttrennung:

Kon·sti·tu·en·ten·struk·tur, Plural: Kon·sti·tu·en·ten·struk·tu·ren

Aussprache:

IPA: [kɔnstituˈɛntn̩ʃtʁʊkˌtuːɐ̯]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Satz- oder Wortstruktur, dargestellt als Konstruktion aus ihren Konstituenten

Herkunft:

Determinativkompositum aus Konstituente, Fugenelement -n und Struktur

Sinnverwandte Wörter:

[1] Phrasenstruktur

Oberbegriffe:

[1] Grammatik

Beispiele:

[1] Die Konstituentenstruktur einer sprachlichen Einheit erhält man, indem man schrittweise die unmittelbaren Konstituenten dieser Einheit mit Hilfe der IC-Analyse bestimmt.
[1] Die Konstituentenstruktur einer sprachlichen Einheit kann in Form eines Baumgraphen/Baumdiagramms dargestellt werden.
[1] „Das hindert Bierwisch aber nicht daran, auch im Teil über die „Konstituentenstruktur“ deutscher Sätze ständig Satzgliedtermini und Termini aus der Konstituentstrukturgrammatik nebeneinander zu verwenden, ohne ihr begriffliches Verhältnis im einzelnen zu diskutieren.“[1]
[1] „Konstituentenstrukturen lassen [sich] als Teil-Ganzes-Beziehungen interpretieren:…“[2]
[1] „Die morpho-syntaktische Strukturbeschreibung eines Ausdrucks ist phonologisch im Rahmen eines Systems der generativen Phonologie interpretierbar, da sie alle Informationen bereitstellt, die für eine solche Interpretation notwendig sind: die Markierung der Konstituentenstruktur, die morphologischen Einheiten und morphologischen Grenzsignale.“[3]

Wortbildungen:

Konstituentenstrukturgrammatik, Konstituentenstrukturregel

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Helmut Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage, Stichwort: „Konstituentenstruktur“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2010. ISBN 978-3-476-02335-3.
[1] Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. 4., neu bearbeitete Auflage Quelle & Meyer, Heidelberg 1985, Stichwort: „Konstituentenstruktur“. ISBN 3-494-02050-7.

Quellen:

  1. Klaus Brinker: Konstituentenstrukturgrammatik und operationale Satzgliedanalyse. Athenäum, Frankfurt 1972, Seite 9. ISBN 3-7610-7142-6.
  2. Heinz Vater: Einführung in die Sprachwissenschaft. Fink, München 1994, Seite 121. ISBN 3-8252-1799-X. sich fehlt im Original, wurde hier ergänzt.
  3. Werner Kummer: Theorie der Sprachbeschreibung. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 91-97, Zitat Seite 97. ISBN 3-484-10389-2.