Interfix (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular Plural
Nominativ das Interfix die Interfixe
Genitiv des Interfixes der Interfixe
Dativ dem Interfix den Interfixen
Akkusativ das Interfix die Interfixe

Worttrennung:

In·ter·fix, Plural: In·ter·fi·xe

Aussprache:

IPA: [ˈɪntɐˌfɪks]
Hörbeispiele:   Interfix (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik, speziell Morphologie: Affix, also ein grammatisches Morphem, das zwischen zwei Morpheme eingeschoben wird

Gegenwörter:

[1] Infix, Präfix, Suffix, Zirkumfix

Oberbegriffe:

[1] Affix

Beispiele:

[1] Der Begriff Interfix taucht in etlichen bekannten Fachwörterbüchern nicht auf; er wird auf Fugenelemente und ähnliche Erscheinungen angewendet, unter der Voraussetzung, dass sie keine Bedeutung tragen, was aber durchaus unter Fachleuten umstritten ist.
[1] „Aufgrund ihrer einheitlichen Funktion und der Tatsache, daß sie keine Bedeutung tragen, werden diese Elemente mit dem Begriff Interfix zusammengefaßt…“[1]
[1] „Das in /ɡəˈbuʀtstaːk/ - ‚geburtstag‘ auftretende /s/ wird dabei auch als Interfix bezeichnet, das zwischen den zusammengesetzten Bestandteilen steht.“[2]
[1] „Elemente wie das ‚-t-‘ in ‚öffentlich‘ können statt als Fugenelement auch als so genanntes Interfix oder als Bestandteil einer Suffixvariante (‚-tlich‘) interpretiert werden.“[3]
[1] „Bevor ich mich weiter grammatikalisch mit den untrennbaren Verben beschäftige, habe ich das Bedürfnis, gesellschaftlich über den Begriff »Präfix« und dessen Geschwister Suffix, Zirkumfix, Interfix, Infix und Suprafix zu sprechen. Ihr Überbegriff heißt tatsächlich »Affix«.“[4]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Interfix

Quellen:

  1. Wolfgang Fleischer, Irmhild Barz: Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. Unter Mitarbeit von Marianne Schröder. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1995, Seite 32. ISBN 3-484-10682-4. In Kapitel Interfix. Das Wort Interfix ist im Original gesperrt gedruckt.
  2. Henning Bergenholtz, Joachim Mugdan: Einführung in die Morphologie. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1979, Seite 64. ISBN 3-17-005095-8. ‚Solche Schemata sind auch in anderen Werken zur Morphologie zu finden‘zwischen im Original kursiv. Die Transkription entspricht nicht der, die in Wiktionary verwendet wird.
  3. Elke Donalies: Die Wortbildung des Deutschen. Ein Überblick. Narr, Tübingen 2002, Seite 44. ISBN 3-8233-5157-5. Im Original kursiv gedruckt: ‚-t-‘, ‚öffentlich‘ und ‚-tlich‘.
  4. Abbas Khider: Deutsch für alle. Das endgültige Lehrbuch. 5. Auflage. Carl Hanser, München 2019, ISBN 978-3-446-26170-9, Seite 102.