Fanal (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ das Fanal

die Fanale

Genitiv des Fanals

der Fanale

Dativ dem Fanal

den Fanalen

Akkusativ das Fanal

die Fanale

Worttrennung:

Fa·nal, Plural: Fa·na·le

Aussprache:

IPA: [faˈnaːl]
Hörbeispiele:   Fanal (Info)
Reime: -aːl

Bedeutungen:

[1] Feuerzeichen, Leuchtfeuer
[2] übertragen: Zeichen, welches bevorstehende Ereignisse oder Veränderungen ankündigt

Herkunft:

im 18. Jahrhundert von französisch fanal → fr „Leuchtfeuer“ entlehnt, das über italienisch fanale → it letztlich auf griechisch φανóς (phānós) → grc „Leuchte, Licht, Fackel“ zurückgeht[1]

Synonyme:

[1] Brandfackel, Flammenzeichen, Feuerzeichen, Leuchtzeichen

Oberbegriffe:

[1] Signal

Beispiele:

[1] Bei Entzünden des Fanals entstand eine intensive Flamme mit starker Rauchbildung, so dass es sowohl bei Tage als auch in der Dunkelheit als Signalgeber dienen konnte.[2]
[2] Dieses Ereignis ist ein Fanal für alle Menschen.
[2] „Es war ein Fanal für die Medienbranche: Am Donnerstag gab der Springer-Verlag den Verkauf eines riesigen Pakets von Zeitungen und Zeitschriften bekannt.“[3]
[2] „Der Massenmord von Lidice (nicht der von Ležáky, obwohl er noch schlimmer war) wurde zum Fanal.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] ein Fanal setzen, ein Fanal der Hoffnung, ein leuchtendes Fanal

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Fanal
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Fanal
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalFanal
[2] The Free Dictionary „Fanal

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Fanal“, Seite 275.
  2. Wikipedia-Artikel „Fanal
  3. Thorsten Dörting: Verlegerin Friede Springer: "'Welt' und 'Bild' werden nicht angetastet". In: Spiegel Online. 27. Juli 2013, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 28. Juli 2013).
  4. Peter Glotz: Die Vertreibung. Böhmen als Lehrstück. Ullstein, München 2003, ISBN 3-550-07574-X, Seite 160.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: banal