Blindschäre (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ die Blindschäre die Blindschären
Genitiv der Blindschäre der Blindschären
Dativ der Blindschäre den Blindschären
Akkusativ die Blindschäre die Blindschären

Worttrennung:

Blind·schä·re, Plural: Blind·schä·ren

Aussprache:

IPA: [ˈblɪntˌʃɛːʁə]
Hörbeispiele:   Blindschäre (Info)

Bedeutungen:

[1] Untiefe; Schäre, die auch bei Ebbe ganz unterhalb des Wasserspiegels liegt

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Adjektiv blind und dem Substantiv Schäre

Synonyme:

[1] Untiefe

Oberbegriffe:

[1] Schäre

Beispiele:

[1] „Da schwenkt Lauris zu knapp bei der Blindschäre ein, und im selben Augenblick bricht sich die Dünung und erfaßt ihn.“[1]
[1] „[D]a sind wir wieder auf Grund gestossen, auf die Blindschäre des Widerspruchs; aber so geht es einem immer, wenn man Haar spalten oder Begriffe auflösen will…“[2]
[1] „Das Felsriff hängt wahrscheinlich mit der westlich vom Lande zwei englische Meilen entfernten Blindschäre zusammen, die bei Sturm und aufgeregter See leicht an der schäumenden Brandung erkannt wird.“[3]
[1] „Högnabodi, Blindschäre vor Rituvik an der Südostspitze von Österö (FA. II 432)“[4]
[1] „Weit, weit draußen liegt eine Blindschäre, von dieser Blindschäre erhebt sich ein weißer Meermann empor und schüttelt sein Haupt nach einem leck gesprungenen Rahsegler, der vor dem Winde lenzt […]“[5]
[1] „Diese Insel wurde in demselben Sommer von der Brandung abgetragen. Dort ist jetzt eine Blindschäre, Eldeyjarbodi.“[6]

Übersetzungen

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Quellen:

  1. Olav Duun: Die Juwikinger – Zweiter Teil. Odin. Rütten & Loening Verlag, Frankfurt am Main 1927 (übersetzt von J. Sandmeier und S. Angermann), 3 (http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-juwikinger-zweiter-teil-odin-6448/7)
  2. August Strindberg: Schwarze Fahnen: Sittenschilderungen vom Jahrhundertwechsel. Müller Verlag, München 1920 (übersetzt von Emil Schering), Seite 174 (https://archive.org/details/schwarzefahnens00stri)
  3. Nils-Gustav Nordenskjöld: Die schwedischen Expeditionen nach Spitzbergen und Bären-Eiland, ausgeführt in den Jahren 1861, 1864 und 1868. Salzwasser Verlag, 1920, ISBN 9783861954293, Seite 46
  4. U. Hammershaimb: Bilder aus dem færöischen Volksleben. In: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde. Dritter Jahrgang, Verlag von A. Asher & Co., 1893 (übersetzt von Dr. Otto L. Jiriczek), Seite 167
  5. Knut Hamsun: Pan. Victoria. Schwärmer. A. Langen, 1923 (übersetzt von Julius Sandmeier), Seite 72
  6. Deutsch-isländisches Jahrbuch. E. Diederichs Verlag, 1964, Seite 70