wie auch schon

wie auch schon (Deutsch)Bearbeiten

RedewendungBearbeiten

Nebenformen:

als auch schon, auch schon

Worttrennung:

wie auch schon

Aussprache:

IPA: [viː ˈaʊ̯x ʃoːn]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] schweizerisch: wie bisher, wie früher; wie bereits zuvor (bei anderen Fällen, Gelegenheiten)

Beispiele:

[1] „Aber das Wachstum ist nicht mehr so gewaltig wie auch schon.[1]
[1] „Der Immobilienboss, dem die Geschäfte nicht mehr so gut gingen wie auch schon, kam auf die ausgefallene Idee, seinen ledigen Verkaufsleiter und eine eigens für diesen Zweck engagierte Schauspielerin als Ehepaar und Hausbewohner auszugeben.“[2]
[1] „Eine militärische Karriere erscheine nicht mehr so attraktiv wie auch schon.[3]
[1] „In einem schwierigen Marktumfeld können die Franzosen noch Zuwachs vermelden, zumindest weltweit, denn in der Schweiz sind die Verkaufszahlen nicht mehr so berauschend wie auch schon (minus 2,9 Prozent im ersten Halbjahr; der Gesamtmarkt allerdings ging gar um 7,8 Prozent zurück).“[4]
[1] „Weil allgemein der Konjunkturmotor stottert, sind die Umsatzerwartungen nicht mehr so rosig wie auch schon, vor allem auf dem wichtigen deutschen Markt.“[5]
[1] „Ein unrühmliches Kapitel blieb das Thema Gewalt: Auch wenn der Rechtsradikalismus nicht mehr so offen zutage trat wie auch schon, kam es zu rassistisch motivierten Handlungen.“[6]
[1] „«Südwärts rollende Autofahrer werden sich ihre Osterferien zwar mit Geduld verdienen müssen», sagt Richard Arnold, Chef der Verkehrspolizei Uri. «Heuer dürfte es allerdings nicht so schlimm sein wie auch schon», glaubt er.“[7]
[1] „Nicht mehr so schwer wie auch schon tun sich die Bayern mit der Absenz ihres Mittelfeldstrategen Bastian Schweinsteiger.“[8]
[1] „Die Türkei scheint derweil nicht mehr in gleichem Masse erpicht auf eine Annäherung an die EU zu sein wie auch schon.[9]
[1] „ Ob der frühere Geschäftsanwalt – wie auch schon – reichen Franzosen zu Genfer Bankkonten verhelfen will?“[10]
[1] „So günstig wie auch schon sei die Pauschalsteuer in der Schweiz nicht mehr.“[11]
[1] „Was mir aufgefallen ist: Ihre Bewegungen vor dem Orchester sind nicht mehr so raumgreifend wie auch schon.[12]
[1] „Auch wenn Ehe und Treue derzeit nicht so eng verlötet sind wie auch schon, gilt Fremdgehen nach wie vor als grosser Vertrauensbruch.“[13]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04114-5, Stichwort »auch: [wie] auch schon«, Seite 64.

Quellen:

  1. Iwan Städler: Beratung ist wieder vermehrt gefragt. In: Tages-Anzeiger. Nummer 6, 12. März 1996, Seite 29.
  2. Albert Müggler: Jungmannschaft Steinach spielte vor vollem Haus. In: St. Galler Tagblatt. 23. April 1997.
  3. Die Schweiz als Appenzell von Europa. Politiker und Militärs diskutieren die Zukunft der Neutralität. In: Neue Zürcher Zeitung. 10. Januar 2000, ISSN 0376-6829, Seite 31.
  4. Last und Lust und Lifestyle. In: NZZ am Sonntag. 1. September 2002, Seite 67.
  5. Mövenpick will zu viel. In: SonntagsZeitung. 17. November 2002, Seite 73.
  6. Ein bewegtes Jahr mit vielen kulturellen Höhepunkten. In: Die Nordwestschweiz. 29. Dezember 2003, Seite 2.
  7. Bruno Arnold: Osterstau. Urner Polizei hat vorgesorgt. In: Neue Luzerner Zeitung. 19. März 2008, Seite 21.
  8. FCB-Agenda. In: Basler Zeitung. 19. Februar 2012, Seite 20.
  9. Zehnder wächst weiter. In: Die Südostschweiz. 24. März 2012, Seite 17.
  10. Ich, ich, ich. In: Die Weltwoche. 10. Mai 2012, ISSN 0043-2660, Seite 44.
  11. Harry Büsser, Sermîn Faki, Bianca Lüthy: Von der Themse an den Luganersee. In: Blick. 6. Februar 2018.
  12. Michael Merz: «Aber zufrieden bin ich nicht mit mir!» In: Sonntagsblick. 20. Mai 2018.
  13. «Was gibt es da zu arbeiten?» In: Berner Zeitung. 20. September 2018, Seite 24.