Sprachkultur (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ die Sprachkultur die Sprachkulturen
Genitiv der Sprachkultur der Sprachkulturen
Dativ der Sprachkultur den Sprachkulturen
Akkusativ die Sprachkultur die Sprachkulturen

Worttrennung:

Sprach·kul·tur, Plural: Sprach·kul·tu·ren

Aussprache:

IPA: [ˈʃpʁaːxˌkʊlˌtuːɐ̯]
Hörbeispiele:   Sprachkultur (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: reflektierter, schöpferischer und situationsangemessener Sprachgebrauch

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Sprache und Kultur

Beispiele:

[1] „Da die Bezeichnung Sprachkultur in Europa und in der Welt heute immer mehr Geltung erhält, ist dieser Terminus als übergeordneter Begriff den Benennungen »Sprachkritik« und »Sprachpflege« vorzuziehen… Sprachkultur betont den demokratischen Grundgedanken, daß jeder dazu aufgefordert ist, über seinen Sprachgebrauch nachzudenken und durch reflektierten Sprachgebrauch in der demokratischen Gesellschaft »mündig« zu werden. “[1]
[1] „Sprachkultur wird verstanden als »dialektische Einheit von hochgradiger Sprachbeherrschung und niveauvollem Sprachgebrauch«…“[2]
[1] „Erst auf der Grundlage des Prinzips der Ökumene können souveräne und unterschiedliche Sprachkulturen an ein und demselben Wahrheitsbegriff teilhaben.“[3]
[1] „Das Fremdwort ist seit langem Gegenstand der Diskussion im Zusammenhang mit Fragen der Sprachkultur und Sprachpflege (…).“[4]
[1] „Eine linguistisch orientierte Funktionsbeschreibung des Witzes, die jene Sprachsensibilität aufzeigen und als einen Teil von Sprachkultur bestimmen möchte, geht von drei Voraussetzungen aus.“[5]

Übersetzungen

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[1] Wikipedia-Artikel „Sprachkultur
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sprachkultur
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Sprachkultur
[1] Duden online „Sprachkultur
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSprachkultur

Quellen:

  1. Wolfgang Fleischer, Gerhard Helbig, Gotthard Lerchner (Hrsg.): Kleine Enzyklopädie Deutsche Sprache. Peter Lang, Frankfurt/M. 2001, Seite 742. ISBN 3-631-35310-3. Sprachkultur, Sprachkritik und Sprachpflege im Original fett gedruckt.
  2. Albrecht Greule, Elisabeth Ahlvers-Liebel: Germanistische Sprachpflege. Geschichte, Praxis und Zielsetzung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1986, Seite 91. ISBN 3-534-01753-6. Sprachwissenschaftler auch im Original kursiv.
  3. Lyndon LaRouche: Den komplexen Bereich verstehen
  4. Karl-Ernst Sommerfeldt (Hrsg.): Entwicklungstendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, Seite 170. ISBN 3-323-00169-9.
  5. Andrea Schiewe, Jürgen Schiewe: Witzkultur in der DDR. Ein Beitrag zur Sprachkritik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-34025-7, Seite 7.