Paromoiose (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Paromoiose die Paromoiosen
Genitiv der Paromoiose der Paromoiosen
Dativ der Paromoiose den Paromoiosen
Akkusativ die Paromoiose die Paromoiosen

Worttrennung:

Pa·ro·moi·o·se, Plural: Pa·ro·moi·o·sen

Aussprache:

IPA: [ˌpaʁomɔɪ̯ˈoːzə]
Hörbeispiele:   Paromoiose (Info)
Reime: -oːzə

Bedeutungen:

[1] Rhetorik: eine Klangfigur, die auf die Kombination mehrerer lautliche Gleichklänge abzielt

Herkunft:

zu griechisch παρόμοιος (parómoios) „ähneln

Oberbegriffe:

[1] rhetorische Figur, Rhetorik

Beispiele:

[1] „Die strengste Form, die Gleichheit in Silbenzahl und Silbenlänge, heißt Parison; die Klangentsprechungen, insbesondere die auf Homoioteleuta beruhenden, heißen Paromoiose.[1]
[1] „[…] Die Probe genügt. Das ist ein Stil, der von Periode gar nichts weiss, aber in der Antithese, der Parisose und Paromoiose schwelgt. Es ist gar kein Gedanke daran, dass ein Mensch der zweiten Sophistik so schreiben konnte.“[2]
[1] „Selbst die originelle Paromoiose in Vers 10, die das hilflose Drehen des Nachens im feindlichen Wind klanglich abbildet (»Sic rotat oppositis me ratis aegra Notis«), ist durch »Notus«, den poetischen >Südwind<, dem klassischen Latein verhaftet.“[3]
[1] „Im allgemeinen ist hier kurz das Folgende zu bemerken: Isokrates verwendet mit Vorliebe die sogenannten gorgianischen Figuren, besonders die Antithese, ferner Parisose und Paromoiose; […]“[4]
[1] Dehmels „O laß mich still so liegen“ ist eine Paromoiose.

Wortbildungen:

[1] paromoiotisch ?

ÜbersetzungenBearbeiten

[1]

Quellen:

  1. Manfred Fuhrmann: Die antike Rhetorik: eine Einführung, 4. Auflage, 1995, ISBN 3760813046, Seite 140
  2. Hermes: Zeitschrift für klassische Philologie, Band 34, 1899 (Weidmann Verlag), Seite 619
  3. Achim Aurnhammer: Francesco Petrarca in Deutschland: Seine Wirkung in Literatur, Kunst und Musik (Band 118 von Frühe Neuzeit), 2006 (Max Niemeyer), ISBN 3484366184, Seite 193
  4. Alfred Fleckeisen: Jahrbücher für classische Philologie: Supplement: Band 27, 1902 (B.G. Teubner)

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Parodontose