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Mittellatein (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular Plural

Nominativ (das) Mittellatein

Genitiv (des Mittellatein)
(des Mittellateins)
Mittellateins

Dativ (dem) Mittellatein

Akkusativ (das) Mittellatein

Nebenformen:
Mittellateinisch

Worttrennung:
Mit·tel·la·tein, kein Plural

Aussprache:
IPA: [ˈmɪtl̩laˌtaɪ̯n]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] das aus dem Latein der Antike entwickelte Latein des Mittelalters

Unterbegriffe:
[1] Kirchenlatein

Beispiele:
[1] „Die meisten Quellen des Mittelalters sind in Mittellatein verfasst, das sich stark vom klassischen Latein der Antike unterscheidet.“[1]
[1] „Aus dem klassischen und dem Vulgärlatein formte sich das Mittellatein als internationale Sprache der Wissenschaft, Diplomatie und des Rechtswesens. Das Mittellatein war bis weit in die Neuzeit lebendig.“[2]
[1] „Am auffälligsten aber ist die Umgestaltung des Lateinischen zu einer von der antiken Hochsprache verschiedenen Verkehrssprache, dem sog. Mittellatein, im Extrem zu regionalen Vulgärdialekten, Vorformen der späteren romanischen Nationalsprachen, ein Prozeß, dessen Anfänge bis in die Antike zurückreichen.“[3]
[1] „Anders gestaltet sich die Situation vor dieser Zeit, dem Jahrtausend zwischen 500 und 1500, das wir Mittelalter nennen und dessen supranationale Kultursprache im Westen Europas das Mittellatein, im Südosten das Byzantinische (Mittelgriechische) wurde.“[4]

Wortbildungen:
Mittellateiner

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Mittellatein
[1] Duden online „Mittellatein
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mittellatein
[1] canoonet „Mittellatein
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMittellatein

Quellen:

  1. Mittellatein. Universität Tübingen, 1. Oktober 2013, abgerufen am 12. Dezember 2014.
  2. nach: Der Neue Herder. In 2 Bänden. Herder Verlag, Freiburg 1949, Band 1, Spalte 2363, Artikel "Latein"
  3. Dieter Kartschoke: Geschichte der deutschen Literatur im frühen Mittelalter, Seite 15 f., 3., aktualisierte Auflage, München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2000.
  4. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 6. Auflage. Nikol Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-86820-149-9, Seite 7.