Landloser
Landloser (Deutsch)
Bearbeitenstarke Deklination ohne Artikel | ||
Singular | Plural | |
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Nominativ | Landloser | Landlose |
Genitiv | Landlosen | Landloser |
Dativ | Landlosem | Landlosen |
Akkusativ | Landlosen | Landlose |
schwache Deklination mit bestimmtem Artikel | ||
Singular | Plural | |
Nominativ | der Landlose | die Landlosen |
Genitiv | des Landlosen | der Landlosen |
Dativ | dem Landlosen | den Landlosen |
Akkusativ | den Landlosen | die Landlosen |
gemischte Deklination (mit Possessivpronomen, »kein«, …) | ||
Singular | Plural | |
Nominativ | ein Landloser | keine Landlosen |
Genitiv | eines Landlosen | keiner Landlosen |
Dativ | einem Landlosen | keinen Landlosen |
Akkusativ | einen Landlosen | keine Landlosen |
Worttrennung:
- Land·lo·ser, Plural: Land·lo·se
Aussprache:
Bedeutungen:
- [1] von der Landwirtschaft lebende Person ohne Landbesitz (vor allem in Agrargesellschaften)
Herkunft:
- Substantivierung des Adjektivs landlos durch Konversion
Gegenwörter:
- [1] Landbesitzer
Weibliche Wortformen:
- [1] Landlose
Beispiele:
- [1] „Die Gutsbesitzer bedienten sich weitgehend der Arbeit Landloser, oftmals in Form der Zwangsdienste, und verfügten hierfür über eigenes Arbeitsvieh und Inventar.“[1]
- [1] „Sie sehen, wie allenthalben der Einfluß des Proletariats sinkt, wie sich aus der Harmonie von Fabrikarbeiter und Landlosem allmählich eine ebenso harmonische Zusammenarbeit von geschäftstüchtigen Fabrikdirektoren, Kaufleuten und Großbauern entwickelt.“[2]
- [1] „Kerala ist inzwischen der einzige indische Unionsstaat, in dem es gelungen ist, in der Landwirtschaft den Feudalismus und alle Arten von Grundbesitzer-Pächter-Beziehungen zu beseitigen sowie Hunderttausenden ehemals Landlosen Grund und Boden zu geben.“[3]
- [1] „In einer Gesellschaft, in der das Recht beinahe bedingungslos am Land hing, nicht am Geld, war nicht der Geldlose, sondern der Landlose der Arme schlechthin, der in der ländlichen Gesellschaft nicht zählte.“[4]
- [1] „‚Die Politiker versorgen die Leute mit Wohnungen, dafür bekommen sie deren Stimmen‘, sagt Kennerknecht. ‚Vor allem aber profitieren die Spekulanten. Die Besetzer sind oft gar keine Landlosen, sondern übergeben ihr Grundstück an die Trafficantes, die es mit hohem Gewinn verkaufen.‘ “[5]
Wortbildungen:
Übersetzungen
Bearbeiten [1] ?
Quellen:
- ↑ I. D. Koval’čenko: Das Dorf des Europäischen Rußlands vor der Aufhebung der Leibeigenschaft. In: Studien zu den Agrarreformen des 19. Jahrhunderts in Preußen und Rußland. Sonderband des Jahrbuchs für Wirtschaftsgeschichte. Akademie-Verlag, Berlin 1978. Seite 322
- ↑ Karl Haushofer, Erich Obst, Hermann Lautensach, Otto Maull: Bausteine zur Geopolitik.Eine Geschichte des 18. Jahrhunderts. Kurt Vowinckel Verlag, Berlin 1928. Seite 252
- ↑ Kunhanandan Nair: Die Linkskräfte in Kerala – Projekte und Probleme. Indien. In: horizont Sozialistische Wochenzeitung für internationale Politik und Wirtschaft. Heft 48, 24. November 1980. Seite 12
- ↑ Esther-Beate Körber: Die Zeit der Aufklärung.Eine Geschichte des 18. Jahrhunderts. Theiss Verlag, Stuttgart 2006. ISBN 978-3806220476. Seite 236
- ↑ Bernhard Pötter: Auf dem Trockenen. Weltklimakonferenz in Lima. In: taz.de. 9. Dezember 2014, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 14. 12. 2016) .
Worttrennung:
- Land·lo·ser
Aussprache:
Grammatische Merkmale: