Journaille (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Journaille

Genitiv der Journaille

Dativ der Journaille

Akkusativ die Journaille

Worttrennung:

Jour·nail·le, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ʒʊʁˈnaljə], [ʒʊʁˈnaːjə]
Hörbeispiele:
Reime: -aljə

Bedeutungen:

[1] minderwertige, sensationsgierige Presse und ihre Vertreter

Herkunft:

„französisierende Neubildung nach Kanaille“.[1] Das Wort ist seit dem 20. Jahrhundert belegt.[2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Boulevardpresse

Oberbegriffe:

[1] Presse

Beispiele:

[1] „Finstere Mächte und die Journaille hätten sich verbündet, die rot-rote Koalition zu sprengen.“[3]
[1] „Journalisten kritisierten in Journalen wortreich die Journaille…“[4]
[1] „So stark war seine Verachtung der Journaille, so stark seine Achtung vor formaler Pressefreiheit.“[5]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Journaille
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Journaille
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalJournaille
[1] Duden online „Journaille

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, Stichwort: „Journal“. ISBN 3-423-03358-4. Kursiv gedruckt: Kanaille.
  2. Rudolf Telling: Französisch im deutschen Wortschatz. Lehn- und Fremdwörter aus acht Jahrhunderten. Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin 1987, Stichwort: „Journaille“. ISBN 3-06-521804-6.
  3. Stefan Berg: Potsdamer Affären. In: DER SPIEGEL 47, 2010, Seite 37-38. Zitat Seite 38.
  4. Bruno Preisendörfer: Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben. Galiani, Berlin 2012, ISBN 978-3-86971-060-0, Seite 244.
  5. Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-018688-6, Seite 126. Erstauflage 1933.