Auf dieser Seite befinden sich Informationen über die Nachweise, auch Quellen oder Einzelnachweise genannt, in Wiktionary-Einträgen.

Was sind Nachweise? Abgrenzung von den Referenzen

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Als (Einzel-)Nachweise oder Quellen werden im Wiktionary Verweise auf Webseiten oder auf Literatur bezeichnet, mithilfe derer sich ein Inhalt, der in einen Eintrag geschrieben wurde, belegen lässt. Unbedingt von den Nachweisen zu unterscheiden sind die Referenzen. Mit Referenzen werden ausschließlich die Bedeutungsangaben belegt. Dies geschieht durch die Auflistung der Referenzen unterhalb der Vorlage:Referenzen, sortiert nach Bedeutungsnummern. Näheres zu Referenzen erfährt man auf der entsprechenden Hilfeseite.
Daraus ergibt sich, dass Nachweise nur dazu da sind, anderes als die Bedeutungsangaben zu belegen. Sie beziehen sich überwiegend auf die Herkunftsangaben und zitierte Beispielsätze, kommen aber etwa auch bei Anmerkungen vor.
Ein Nachweis besteht optisch aus einer hochgestellten Ziffer in eckigen Klammern und aus einer Fußnote weiter unten im Eintrag. Wie dies erzeugt wird, wird weiter unten dargestellt.

Warum braucht ein Eintrag Nachweise und was passiert, wenn keine vorhanden sind?

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Das Wiktionary hat den Anspruch, den Leser möglichst umfassend zu allen möglichen Aspekten eines jeden Lemmas zu informieren. Dazu gehören auch fundierte Herkunftsangaben und möglichst viele Beispielsätze, die die Verwendung des Lemmas im ganzen Satz illustrieren. Jedoch ist nicht jeder Autor der geborene Etymologe oder ein Formulierungskünstler, dem auf Anhieb diverse unterschiedliche Beispielsätze mit verschiedenen Satzstrukturen einfallen, die dem Leser das angestrebte umfassende Bild von der Verwendung vermitteln können. Daher muss man bisweilen bei der Erstellung oder Bearbeitung von Einträgen auf externe Quellen zurückgreifen, denen man die benötigten Inhalte in den Grenzen des Urheberrechts entnehmen kann. Ist dies geschehen, darf man die so hinzugefügten Informationen natürlich nicht als vollständig eigene Leistung ausgeben, sondern muss die Quelle nennen, die man benutzt hat, um den Eintrag zu erweitern. Dies geschieht durch einen Nachweis.
Sind Inhalte in einem Eintrag hinzugefügt worden, bei denen man davon ausgehen kann/muss, dass der Einfügende externe Quellen zu Hilfe genommen hat, ohne dass diese mittels eines Nachweises offengelegt worden sind, wird es über kurz oder lang dazu kommen, dass ein anderer Autor einen Erweitern- oder einen Überarbeiten-Baustein einfügt. Als Begründung wird sich dann häufig etwas wie „Herkunftsangaben belegen“ oder „Beleg für Herkunftsangaben“ finden. Anders als bei fehlenden Referenzen landet der Eintrag also nicht zwangsläufig auf der Liste der Löschkandidaten. Dies ist nur der Fall, wenn es sich bei den eingetragenen Ergänzungen um eine tatsächliche oder mögliche Urheberrechtsverletzung handelt und der URV-Baustein beziehungsweise der Baustein für ungeklärte Urheberrechte zum Einsatz kommt.

Einfügen von Nachweisen

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Im Folgenden wird das Einfügen von Nachweisen Schritt für Schritt erläutert.

Erzeugen der hochgestellten Ziffer

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„Fußnote“ mal anders.

Die Nachweise im Wiktionary erscheinen für den Leser in Form einer hochgestellten Ziffer in eckigen Klammern (Dudelsack[1]), die einen Link enthält. Klickt man auf diese Ziffer, gelangt man an eine Stelle weiter unten im Eintrag, an der der Inhalt des Nachweises als Fußnote sichtbar ist. Die hochgestellte Ziffer wird mittels <ref>Nachweistext</ref> erzeugt. Dieser Ausdruck wird direkt, also ohne Leerschritt, an das vorhergehende Zeichen angeschlossen. Hat man dabei etwas falsch gemacht, erscheint ein nicht zu übersehender Hinweistext an der betreffenden Stelle: Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>.

Quellen:

  1. Nachweistext

Inhalt und Gestaltung des Nachweistextes

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Der Inhalt des Nachweistextes besteht im einfachsten Falle aus einer der Referenzen, die unter Wiktionary:Referenzen aufgelistet sind, und folgt damit der Gestaltung der jeweiligen Vorlage. Infrage kommen auch die Werke von der Literaturliste, die wie dort beschrieben formatiert werden, sowie alle anderen gedruckten Quellen und online verfügbaren Bücher, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, welche mithilfe der Vorlage Literatur eingefügt werden. Ein Beispiel, wie so etwas im Quelltext aussieht: <ref>{{Literatur | Autor=Zenzi Mustermann | Titel=Die Resi aus Oberbayern | Auflage=6. | Verlag=Resi-Verlag | Ort=Langenmosen | Jahr=2009 | Seiten=923}}</ref>
Für einige Zeitungen und Zeitschriften existieren bereits Vorlagen, auf die zurückgegriffen werden kann. Sie finden sich hier.
Daneben können auch sonstige Online-Quellen verwertet werden. Für sie gibt es die Vorlage Internetquelle. Ein Beispiel für ihre Verwendung aus dem Eintrag Washington: <ref>{{Internetquelle |url=http://www.information-britain.co.uk/county84/townguideWashington/ |titel=A guide to Washington |zugriff=2011-09-26}}</ref>
Probleme können entstehen, wenn man einen Eintrag ganz neu anlegt und deswegen die Referenzen noch mit {{subst:PAGENAME}} versehen sind (beispielsweise {{Ref-FreeDictionary|{{subst:PAGENAME}}}}). Beim Speichern wird der Ausdruck {{subst:PAGENAME}} durch das Lemma ersetzt. Innerhalb von <ref></ref> funktioniert diese Ersetzung jedoch nicht, so dass nach einem Stichwort {{subst:PAGENAME}} gesucht würde (siehe hier). Deswegen muss bei der Verwendung einer Referenzvorlage {{subst:PAGENAME}} immer vor dem Speichern von Hand durch das Lemma ersetzt werden.

Mehrfaches Verweisen auf dieselbe Quelle

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Insbesondere bei umfangreichen Herkunftsangaben, die sich aus mehreren Quellen speisen, kann die Notwendigkeit entstehen, dieselbe Quelle an verschiedenen Stellen des Textes anzugeben. Dies kann man einmal dadurch lösen, dass man die Quelle an allen Stellen vollständig angibt. Dazu ein Beispieltext mit fiktiven Quellenangaben:

Der Baum steht im Wald.[1] Der Wald befindet sich in Oberbayern.[2] Oberbayern ist die Heimat der Resi.[3] Die Resi trägt gern grüne Söckchen.[4]

Quellen:

  1. Max Müller: Bäume in bayerischen Wäldern. 48. Auflage. Bäume-in-bayerischen-Wäldern-Verlag GmbH, Reit im Winkl 1974, Seite 76
  2. Max Müller: Bäume in bayerischen Wäldern. 48. Auflage. Bäume-in-bayerischen-Wäldern-Verlag GmbH, Reit im Winkl 1974, Seite 76
  3. Zenzi Mustermann: Die Resi aus Oberbayern. 6. Auflage. Resi-Verlag, Langenmosen 2009, Seite 923
  4. Zenzi Mustermann: Die Resi aus Oberbayern. 6. Auflage. Resi-Verlag, Langenmosen 2009, Seite 923

Eine solche Vorgehensweise bläht den Quelltext jedoch enorm auf und macht ihn sehr unübersichtlich. Außerdem werden Änderungen des Nachweistextes erschwert, weil man an mehreren Stellen Modifikationen vornehmen muss und dabei leicht einen Nachweis übersehen kann.

Zur Vermeidung all dieser Widrigkeiten gibt es die Möglichkeit, Nachweise zusammenzufassen. Statt mehrmals <ref>Nachweistext</ref> schreibt man <ref name=Nachweisname>Nachweistext</ref> an der ersten Stelle im Text, an der man diesen Nachweis braucht, und an allen folgenden Stellen reicht <ref name=Nachweisname/>. Dies sieht dann folgendermaßen aus:

Der Baum steht im Wald.[1] Der Wald befindet sich in Oberbayern.[1] Oberbayern ist die Heimat der Resi.[2] Die Resi trägt gern grüne Söckchen.[2]

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Max Müller: Bäume in bayerischen Wäldern. 48. Auflage. Bäume-in-bayerischen-Wäldern-Verlag GmbH, Reit im Winkl 1974, Seite 76
  2. 2,0 2,1 Zenzi Mustermann: Die Resi aus Oberbayern. 6. Auflage. Resi-Verlag, Langenmosen 2009, Seite 923

Als Nachweisname eignet sich in erster Linie der Familienname des Autors oder des Herausgebers der Quelle (in den beiden Beispielen wurden <ref name=Mueller> und <ref name=Mustermann> gewählt). Zu beachten ist, dass an Buchstaben nur A bis Z verwendet werden können. Müller muss Mueller geschrieben werden, statt Janßen steht Janssen, statt Çetin Cetin etc. Bedacht werden muss weiterhin, dass mit <ref name=> immer nur auf exakt dieselbe Fundstelle verwiesen werden kann. Wenn man in dem Werk der Zenzi Mustermann einmal auf Seite 27 und einmal auf Seite 923 verweisen will, lässt sich dies nicht vereinfachen, sondern es müssen zwei voneinander unabhängige Nachweise gesetzt werden. Einträge, in denen sich dies und die Zusammenfassung verschiedener Nachweise angesehen werden kann, sind beispielsweise Staat und Franke.
Ist bei der Verwendung von <ref name=> ein Fehler passiert, erscheint die Meldung Referenzfehler: Ungültige <ref>-Verwendung: „ref“ ohne Inhalt muss einen Namen haben.

Mehrere Nachweise für eine Aussage

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Es kann vorkommen, dass sich eine Aussage, die man in den Eintrag schreibt, anhand mehrerer Quellen belegen lässt und man diese Quellen auch alle nennen will. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Man benutzt einmal <ref>Nachweistext</ref> und bringt dort alle Quellen unter oder aber man benutzt <ref>Nachweistext</ref> für jede einzelne Quelle. Einige Beispiele mit fiktiven Quellenangaben:

Der Fischer geht heute Gemüse anbauen.[1] In seinem Garten wachsen bereits Rüben, Kartoffeln, Bohnen und Rhabarber.[2][3][4][5][6][7] Wenn der Fischer nicht fischt, hält er sich entweder im Garten auf oder er geht zu seinem Freund, dem Steuerberater.[8][9][10] Der Steuerberater heißt Johann.

Quellen:

  1. D. Meyer: Gemüseanbau unter Fischern. 8. Auflage. Gemüsefischer-Verlag, Bern 1890, Seite 143
    L. Schmidt: Die Fischer und das Gemüse. 90. Auflage. Gemüsefischer-Verlag, Bern 1906, Seite 708
    O. Meyer: Der von Fischern betriebene Gemüseanbau. 2. Auflage. Gemüsefischer-Verlag, Bern 2009, Seite 137
    W. Schmidt: Der Anbau von Gemüse durch Fischer. 4. Auflage. Gemüsefischer-Verlag, Bern 1977, Seite 45
  2. Z. Meier: Gemüse in Fischergärten. 67. Auflage. Fischergarten-Verlag, Güstrow 1983, Seite 27
  3. U. Schmitt: Was die Fischer in ihren Gärten haben. 2. Auflage. Fischergarten-Verlag, Güstrow 1999, Seite 58
  4. P. Meier: Das Gemüse im Garten eines Fischers. 14. Auflage. Fischergarten-Verlag, Güstrow 1934, Seite 4
  5. X. Meier: Welche Gemüsesorten Fischer anbauen. 70. Auflage. Fischergarten-Verlag, Güstrow 2007, Seite 32
  6. S. Schmitt: Der typische Gemüsebestand in einem Fischergarten. 8. Auflage. Fischergarten-Verlag, Güstrow 1965, Seite 2
  7. Y. Meier: Fischergärten und Gemüse. 5. Auflage. Fischergarten-Verlag, Güstrow 1899, Seite 98
  8. G. Mayer: Soziale Kontakte von Fischern. 36. Auflage. Fischersozialverlag, Aurich 1973, Seite 73
  9. V. Schmid: Der Fischer und der Steuerberater. 32. Auflage. Fischersozialverlag, Aurich 2006, Seite 1009
  10. Qu. Mayer: Die besondere Beziehung zwischen Fischern und Steuerberatern. 12. Auflage. Fischersozialverlag, Aurich 1959, Seite 679

Der Vorteil des ersten Nachweises liegt darin, dass der Textfluss nicht zu sehr gestört wird, sich aber trotzdem eine Vielzahl von Nachweisen (im Beispiel vier) unterbringen lassen. Nachteilig ist, dass sich keiner dieser Nachweise für eine Verwendung mit <ref name=> eignet und man daher unter Umständen doch wieder mehrere Stellen im Eintrag hätte, die bei einer eventuellen Änderung zu bearbeiten wären. Diesen Nachteil vermeidet die Vorgehensweise, die beim zweiten Satz in den Nachweisen 2 bis 7 gewählt wurde, sie führt aber zu einer recht großen Lücke zwischen den beiden Sätzen. Dies lässt sich nur vermeiden, wenn man sich auf zwei bis drei Nachweise beschränkt (siehe Nachweise 8 bis 10). Für welche Darstellung man sich entscheiden sollte, ist nicht festgelegt und daher jedem selbst überlassen. Im Falle vieler einzelner Referenzen werden diese aber ohne Leerschritt oder sonstige Trennungszeichen direkt hintereinander geschrieben: <ref>Nachweistext</ref><ref>Nachweistext</ref><ref>Nachweistext</ref>.

Wenn im Eintrag ein Nachweis eingegeben wurde, soll dieser dem Leser am Ende des Eintrags als Fußnote angezeigt werden. Der Nachweis, der oben die Ziffer 1 erhalten hat, erscheint hier unter 1. und so fort. Dies geschieht bei Eingabe eines Nachweises nicht von selbst, sondern erst durch Eingabe von {{Quellen}}. Damit die Fußnoten, wie es sich für Fußnoten gehört, am Fuße des Eintrags erscheinen, wird {{Quellen}} im Übersetzungsabschnitt platziert. Bei einfachen und komplexeren Einträgen ergeben sich hier einige Unterschiede:

Einfache Einträge

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Einfache Einträge sind solche, in denen es nur einen Sprachenabschnitt und in diesem einen Sprachenabschnitt auch nur einen Abschnitt (etwa zu einem Substantiv) gibt. Hier gilt Folgendes: Der Quellen-Textbaustein folgt auf die Referenzen (siehe Staat) oder auf etwaige Navigationsleisten (siehe Marei) und steht vor den Ähnlichkeiten. Sind diese nicht vorhanden, bildet er den Abschluss des Eintrags.

Komplexere Einträge

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Komplexere Einträgen bestehen aus mehreren Sprachabschnitten (etwa брат) oder mehreren Abschnitten in einer Sprache (siehe Brummer). An der grundlegenden Position des Quellen-Textbausteins nach Referenzen/Navigationsleisten ändert sich in solchen Einträgen nichts, jedoch hat man hier mehrere Übersetzungsabschnitte und damit mehrmals Referenzen, unter denen man den Textbaustein platzieren könnte. In einem Eintrag, der einen englischen und einen französischen Sprachenabschnitt und beispielsweise jeweils zwei Unterabschnitte (etwa ein englisches Substantiv und ein Verb sowie zwei französische Substantive) hat, wobei in jedem dieser Abschnitte Nachweise eingefügt wurden, kann man die Fußnoten entweder alle zusammen an einer einzigen Stelle im Eintrag erscheinen lassen oder aber mehrmals. Entscheidet man sich für eine einzige Ansammlung aller Nachweise, setzt man {{Quellen}} nach den Referenzen/Navigationsleisten im allerletzten Abschnitt. Im genannten Beispiel also im letzten französischen Abschnitt. Positioniert man den Textbaustein zu weit oben (zum Beispiel im Abschnitt des englischen Verbs), erscheint am Ende des Eintrags folgende Meldung: Referenzfehler: <ref>-Tags existieren, jedoch wurde kein <references />-Tag gefunden. Dies zeigt das Fehlen eines Quellen-Textbausteins an. Die Nachweise aus den beiden französischen Abschnitten können nicht angezeigt werden, denn der Quellen-Textbaustein listet nur diejenigen Nachweise auf, die oberhalb von ihm selbst im Eintrag stehen.
Es ist aber auch möglich, die Nachweise nach Sprachen getrennt erscheinen zu lassen (siehe etwa Washington).

Das Navigieren zwischen verschiedenen Nachweisen

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Es wurde bereits erwähnt, dass die hochgestellte Ziffer in eckigen Klammern einen Link zur dazugehörigen Fußnote enthält. Klickt man auf die Ziffer, gelangt man zu den Fußnoten und sieht die Fußnote zur soeben angeklickten Ziffer hellblau unterlegt. Bei Nachweisen, die in der Art der ersten Beispiele für Nachweise gestaltet sind, findet sich rechts neben der Ziffer 1., 2., 3. und so weiter ein kleiner, nach oben deutender Pfeil. Klickt man auf diesen, gelangt man zurück zu der Stelle im Text, von der man nach unten geleitet wurde. Nun wird die hochgestellte Ziffer in eckigen Klammern hellblau hinterlegt.
Wurde <ref name=> verwendet, ist zwar immer noch ein Pfeil vorhanden, er stellt aber keinen Link mehr dar. Dafür sieht man nun rechts neben dem Pfeil hochgestellte Kommazahlen (siehe hier). Beim Nachweis mit der Ziffer 1 steht dort 1,0; 1,1. 1,0 repräsentiert das erste Vorkommen des Nachweises, 1,1 das zweite. Dies ließe sich bis 1,n weiterführen. Diese Kommazahlen übernehmen hier die Funktion des Pfeiles.