Glutamin (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ das Glutamin

Genitiv des Glutamins

Dativ dem Glutamin

Akkusativ das Glutamin

 
[1] Strukturformel von Glutamin

Worttrennung:

Glu·ta·min, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ɡlutaˈmiːn]
Hörbeispiele:   Glutamin (Info)
Reime: -iːn

Bedeutungen:

[1] Biochemie: eine Aminosäure, Bestandteil der Proteine

Abkürzungen:

[1] Dreibuchstabencode: Gln, Einbuchstabencode: Q

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem gebundenen Lexem glut- (aus Gluten) und der Endung -amin (zur Kennzeichnung als Amid). Durch den schwefelsauren Aufschluss von Gluten aus Getreide gelang dem deutschen Chemiker Heinrich Ritthausen 1866 an der Landwirtschaftlichen Akademie Waldau bei Königsberg erstmals die Isolierung von Glutaminsäure.[1] Der deutsche Chemiker Ernst Schulze kam gemeinsam mit einem seiner Doktoranden zur Schlussfolgerung, dass in Runkelrüben die Glutaminsäure als Amid vorliegt, welches sie Glutamin nannten.[2]

Oberbegriffe:

[1] Aminosäure

Unterbegriffe:

[1] L-Glutamin

Beispiele:

[1] Die polare Amid-Gruppe von Glutamin ist auch für die Ausbildung der Tertiärstruktur von Proteinen verantwortlich.

Wortbildungen:

[1] Glutaminsäure

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Glutamin

Quellen:

  1. K. H. Ritthausen: Über die Glutaminsaure, Journal Prakt. Chem., Band 99(6-7), S. 454ff (1866).
  2. S. Hansen: Entdeckung der Aminosäuren (Archivversion vom 15. Juni 2016), Berlin 2015.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Glutamat