Escherichia coli

Escherichia coli (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Anmerkung zur biologischen Taxonomie:

Nach den Regeln des ICBN und des ICZN sind alle biologischen Taxa nach den lateinischen Sprachregeln zu behandeln. Eine Deklination von Art- oder Gattungsnamen ist im allgemeinen Sprachgebrauch unüblich. Ab dem Klassifikationsniveau der Familie aufwärts ist eine Deklination der Lemmata möglich. International gültige Ausspracheregeln existieren nicht. Im Deutschen werden biologische Taxa in der Regel wie lateinische Fremdwörter behandelt.

Worttrennung:

Esche·ri·chia co·li, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ɛʃəˌʁiːçi̯a ˈkoːli]
Hörbeispiele:   Escherichia coli (Info)

Bedeutungen:

[1] Bakteriologie: wissenschaftlicher Name eines gramnegativen, im Darm von Wirbeltieren lebenden Bakteriums aus der Familie der Enterobacteriaceae

Herkunft:

Wortverbindung aus dem Gattungsnamen Escherichia und dem Spezifischen Epitheton „coli“, Genitiv Singular des Substantivs colum → la / colon → la (deutsch: der Darm), übersetzt also „Darmbakterium“ oder „Kolibakterium“

Beispiele:

[1] Escherichia coli ist molekularbiologisch und genetisch der am besten untersuchte Organismus und wird deswegen auch das Haustier der Genetiker genannt.
[1] EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) sind bestimmte pathogene Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli, die beim Menschen gefährliche, blutige Durchfallerkrankungen auslösen können.[1]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Escherichia coli
[1] Wikispecies-Eintrag „Escherichia coli
[1] Brockhaus-Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Sechster Band: DS–EW und erster Nachtrag, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1988, ISBN 3-7653-1106-5, DNB 880468513, Seite 577, Artikel „Escherichia“, dort auch „Escherichia coli“
[1] Michael Schmitt (Herausgeber): Lexikon der Biologie. In 10 Bänden. 1. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 1983–1992, DNB 550880577, Band 3, Seite 189, Artikel „Escherichia coli“
[1] Duden, Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim u.a. 2007, ISBN 978-3-411-04618-8 (Redaktionelle Leitung: Ulrich Kilian), Seite 279, Eintrag „Escherichia“, dort auch „Escherichia coli“ sowie die Angabe "weiblich" zum Genus und "Neulateinisch" zur Sprache

Quellen:

  1. nach: Wikipedia-Artikel „Enterohämorrhagische Escherichia coli