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Nuvola apps korganizer.svg Dieser Eintrag war in der 49. Woche
des Jahres 2015 das Wort der Woche.

vertouristet (Deutsch)Bearbeiten

AdjektivBearbeiten

Positiv Komparativ Superlativ
vertouristet vertouristeter am vertouristetsten
Alle weiteren Formen: Flexion:vertouristet

Worttrennung:

ver·tou·ris·tet, Komparativ: ver·tou·ris·te·ter, Superlativ: am ver·tou·ris·tets·ten

Aussprache:

IPA: [ˌfɛɐ̯tuˈʁɪstət]
Hörbeispiele:   vertouristet (Info)
Reime: -ɪstət

Bedeutungen:

[1] vollkommen auf Touristen ausgerichtet (und von diesen stark frequentiert)

Herkunft:

Ableitung zu Tourist

Beispiele:

[1] „Er hat eine vertouristete Landschaft umgegraben und mit einem ausholenden Streich wieder zu einer Kulturlandschaft gemacht.“[1]
[1] „Die Gebrauchsanweisung für Spanien wendet sich nicht an den üblichen deutschen Touristen, der auf die Kanaren, Balearen oder an die Costa del Sol reist, um sich zu bräunen, sondern an die Reisenden, die das eigentliche, noch nicht vertouristete Spanien kennenlernen möchten.“[2]
[1] „Im Hotel in Amzru, einem völlig vertouristeten Vorort von Zagora, von dem der ganze Sahara-Tourismus ausgeht, habe ich mich beim Hotelpersonal kundig gemacht und die übliche Frage gestellt:[…]“[3]
[1] „Je unberührter, je weniger vertouristet eine Region, desto größer ihr Wert für den Touristen.“[4]
[1] „Sehr schöne und unzählige Gebäude im traditionellen Baustil, aber total ‚vertouristet‘.“[5]
[1] „Sowohl in Frankreich als auch außerhalb ist es gar nicht so leicht, mit dieser Küche glücklich zu werden. Sie kann sehr teuer sein, sie kann sehr vertouristet sein, und sie kann auch dermaßen bodenständig daherkommen, dass sich ihr Raffinement nur schwer erschließt.“[6]

ÜbersetzungenBearbeiten

Quellen:

  1. Meinrad Pichler: Literarischer Zugang zum Bodensee. In: Vorarlberger Nachrichten. 10. Mai 1997, Seite F12.
  2. Unterbrich mich, bitte! Paul Ingendaay erklärt den Deutschen spanische Lebensart. In: Süddeutsche Zeitung. 27. Februar 2003, ISSN 0174-4917, Seite 14.
  3. Peter Behnstedt: Von an-ʾĀṣər (al-Qaṣr) nach Īgni (Īgli): Ein Vorbericht zu einigen arabischen Dialekten der Provinz ər-Rāšīdīya (Marokko). In: Martine Haak, Rudolf de Jong, Kees Versteegh (Herausgeber): Approaches to Arabic Dialects. A Collection of Articles presented to Manfred Woidich on the Occasion of his Sixtieth Birthday. Brill, Leiden/Boston 2004 (Studies in Semitic languages and linguistics ; volume 38, ISSN 0081-8461), ISBN 978-90-04-13206-1, Seite 50.
  4. Rüdiger Hachtmann: Tourismus-Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007 (UTB ; 2866, Grundkurs neue Geschichte), ISBN 978-3-525-03709-6, Seite 170 (Zitiert nach Google Books).
  5. Helga Negele; Jürgen Dommer (Illustrator, Fotograf): Augenblicke einer Weltreise. 56.000km - 3 Kontinente - 20 Monate im Orangetrotter-Bulli. traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-941796-95-9, Seite 129 (Zitiert nach Google Books).
  6. Lukurello: Wo sich Esskultur entfalten kann… Lukurello testet elsässischen Flammkuchen und französische Lebensart im „Léflammbees“. In: Leporello. …wo sich Kultur entfalten kann. Kulturmagazin für Würzburg, Mainfranken und Bamberg. Nummer 05/2012, 15. Mai–14. Juni 2012, Seite 33 (URL: PDF 8,8 MB, abgerufen am 7. Dezember 2014).