Wunschgeschlecht (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ das Wunschgeschlecht die Wunschgeschlechter
Genitiv des Wunschgeschlechts
des Wunschgeschlechtes
der Wunschgeschlechter
Dativ dem Wunschgeschlecht den Wunschgeschlechtern
Akkusativ das Wunschgeschlecht die Wunschgeschlechter

Worttrennung:

Wunsch·ge·schlecht, Plural: Wunsch·ge·schlech·ter

Aussprache:

IPA: [ˈvʊnʃɡəˌʃlɛçt]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Geschlecht, dem sich eine transgeschlechtliche Person zugehörig fühlt, in dem sie dementsprechend auch sozial anerkannt zu werden wünscht und dem sie sich gegebenenfalls auch körperlich angleichen möchte
[2] Geschlecht, das sich Eltern für ihr noch ungeborenes Kind wünschen

Gegenwörter:

[1] Hebammengeschlecht

Oberbegriffe:

[1, 2] Geschlecht

Beispiele:

[1] „Im folgenden Kapitel werde ich die verschiedenen Stationen, die transidente Personen auf dem Weg zu ihrem Wunschgeschlecht durchlaufen müssen, anhand der institutionellen Rahmenbedingungen, in die sie dabei eingebunden sind, in groben Zügen erläutern.“[1]
[1] „Außerdem muss durch zwei unabhängige psychologische Gutachten versichert werden, dass die betreffende Person seit mindestens drei Jahren den Wunsch hat, entsprechend ihrem Wunschgeschlecht zu leben, und sich dieser Wunsch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr ändern wird.“[2]
[2] „Je nachdem, in welchem Teil der Welt sich dieses Szenario abspielt, reichen die Folgen von Schuld- und Schamgefühlen über Bindungsprobleme der Eltern zu ihrem von dem Wunschgeschlecht abweichenden Kind bis zur Abtreibung weiblicher Föten.“[3]
[2] „Mit ‹Microsort› – so der Name des Verfahrens – können Eltern das Wunschgeschlecht ihres Nachwuchses vor der Zeugung wählen (social sexing).“[4]

Wortbildungen:

[1] wunschgeschlechtlich

Übersetzungen

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[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Wunschgeschlecht
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „Wunschgeschlecht
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalWunschgeschlecht

Quellen:

  1. Leonie Weiß: „Ich wollte halt ein Junge sein“. Über den Umgang transidenter Personen mit Geschlechtlichkeit und die soziale Konstruktion der Transidentität. Herbert Utz, 2017, ISBN 978-3-8316-4635-7, Seite 31 (Zitiert nach Google Books)
  2. Maria Wilde: Stimme und Transidentität. Über die Bedeutung der Stimme – Stimmangleichung und Stimmtherapie für trans* [sic] Menschen. Schulz-Kirchner, 2018, ISBN 978-3-8248-1232-5, Seite 18 (Zitiert nach Google Books)
  3. Anne Waak: Kümmern und Kämpfen. Warum Geschlechtergerechtigkeit in Erziehung und Familie uns alle freier macht. Goldmann, 2023, ISBN 978-3-641-30127-9, Seite 2 (Zitiert nach Google Books)
  4. NZZ-Folio. Ausgaben 2-12. 2002, Seite 27 (Zitiert nach Google Books)