Europem (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ das Europem

die Europeme

Genitiv des Europems

der Europeme

Dativ dem Europem

den Europemen

Akkusativ das Europem

die Europeme

Worttrennung:

Eu·ro·pem, Plural: Eu·ro·pe·me

Aussprache:

IPA: [ɔɪ̯ʁoˈpeːm]
Hörbeispiele:   Europem (Info)
Reime: -eːm

Bedeutungen:

[1] Linguistik: strukturelle (typologische) Eigenschaft, die allen europäischen Sprachen gemeinsam sind

Herkunft:

Ableitung zum Stamm des Wortes Europa mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -em

Oberbegriffe:

[1] Universalie

Beispiele:

[1] „Das Inventar der Europeme sollte die obigen Anforderungen erfüllen und die Ergebnisse der bisherigen Universalienforschung in Form einer absoluten Quantitfizierung widerspiegeln.“[1]
[1] „Haarmann arbeitet insgesamt 16 Europeme heraus, von denen einige auch Erkenntniswert für unsere Arbeit haben können (…).“[2]
[1] „Diese "Europeme" sind aber im Grunde nichts anderes als der kleinste gemeinsame Nenner des in den ausgewählten Sprachen Festgestellten.“[3]
[1] „Zu diesen gesamteuropäischen Merkmalen oder sogenannten Europemen zählen unter anderem das Bestehen bestimmter und unbestimmter Artikel, die morphologische Kennzeichnung des Komparativs, der nominativsprachliche Charakter, der subjektlose Gebrauch von Infinitiven oder die freie Parataxe mit und.“[4]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1]

Quellen:

  1. Harald Haarmann: Grundzüge der Sprachtypologie. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln/ Mainz 1976, Seite 107. ISBN 3-17-002486-8.
  2. Peter Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. Sprachvarietäten. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1998, Seite 103. ISBN 3-17-015415-X.
  3. Gabriele Eckert: Sprachtypologie und Geschichte 1986, S. 37.
  4. Thorsten Roelcke: Sprachtypologie des Deutschen. de Gruyter, Berlin/New York 1997, Seite 60. ISBN 3-11-015276-2. Kursiv gedruckt: und am Ende des Satzes; Abkürzung aufgelöst.