Budiker (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ der Budiker

die Budiker

Genitiv des Budikers

der Budiker

Dativ dem Budiker

den Budikern

Akkusativ den Budiker

die Budiker

Worttrennung:

Bu·di·ker, Plural: Bu·di·ker

Aussprache:

IPA: [buˈdiːkɐ]
Hörbeispiele:   Budiker (Info)

Bedeutungen:

[1] Inhaber eines kleinen Ladens
[2] Inhaber eines kleinen Lokals

Herkunft:

Ableitung des Substantivs zum Stamm des Wortes Budike mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -er

Synonyme:

[1] Krämer
[2] Kneipier

Oberbegriffe:

[1, 2] Selbständiger

Beispiele:

[1] „[…] Als Schrippen, Eier, Lichte, Salz, Torf, saure Jurken, Seefe, Schmalz, Und Käse - ganz antiker, Ich bin man ein Budiker! Auch die weiteren Coupletstrophen umreißen das Budikerdasein; am Ende ist ein mit seinem Leben zufriedener Vertreter dieses Standes gezeichnet.“[1]
[2] „Sie wohnten schon zehn Jahre im gleichen Haus, aber Quangel hatte von jeher alles Zusammentreffen mit den Persickes ganz besonders zu vermeiden gesucht, schon damals, als der noch ein kleiner, ziemlich verkrachter Budiker gewesen war.“[2]
[2] „Sie ging von Tisch zu Tisch, begrüßte die Gäste, erzählte handfeste Witze und soff wie ein Budiker.“[3]
[2] „Doch wer schützt eigentlich Kneiper, Köche und Budiker vor Freibeutern?“[4]
[2] „Am nächsten Morgen, bevor er sich mit Lüders trifft, gibt ihm der Budiker einen Brief.“[5]

ÜbersetzungenBearbeiten

[2] Wikipedia-Artikel „Budike
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Budiker
[*] Duden online „Budiker

Quellen:

  1. Das Wallner-Theater in Berlin unter der Direktion von Franz Wallner, Erika Wischer. Abgerufen am 24. Oktober 2018.
  2. Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein. 7. Auflage. Roman. Aufbau, Berlin 2013, ISBN 978-3-7466-2811-0, Seite 17. Ausgabe nach der Originalfassung des Autors von 1947.
  3. Erich Kästner: Fabian. In: Kästner für Erwachsene 3. Deutscher Bücherbund, Stuttgart/München ohne Jahr, Seite 7-201, Zitat Seite 79. Erstdruck 1931.
  4. Matthias Kaiser: Der Eichsfeld Report. Art de Cuisine, Erfurt 2009, ISBN 978-3-9811537-3-6, Seite 188.
  5. Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1965, ISBN 3-423-00295-6, Seite 96. Erstveröffentlichung 1929.