zach (Deutsch)Bearbeiten

AdjektivBearbeiten

Positiv Komparativ Superlativ
zach zacher am zachsten
Alle weiteren Formen: Flexion:zach

Worttrennung:

zach, Komparativ: za·cher, Superlativ: am zachs·ten

Aussprache:

IPA: [t͡sax][1][2], [t͡saːx][3]
Hörbeispiele: —, —

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich, osterzgebirgisch, bairisch: zäh, auch übertragen für mühsam
[2] umgangssprachlich, osterzgebirgisch: schüchtern
[3] umgangssprachlich, ostmitteldeutsch, sächsisch: langsam, schwerfällig fließend[4]
[4] umgangssprachlich, vogtländisch, vorvogtländisch, vorerzgebirgisch, westerzgebirgisch, südmeißnisch, südostmeißnisch: wenig dehnbar und dabei relativ reißfest; halbgar[5]
[5] umgangssprachlich, vogtländisch, vorvogtländisch, vorerzgebirgisch, westerzgebirgisch, südmeißnisch, südostmeißnisch: ausdauernd; geizig, knauserig, auch bildlich: unnachgiebig, widerstandsfähig[6]
[6] umgangssprachlich, vogtländisch, vorvogtländisch, vorerzgebirgisch, westerzgebirgisch, südmeißnisch, südostmeißnisch: feucht; klamm, halbtrocken[7]

Herkunft:

von mittel- und althochdeutsch zāch (zäh)[Quellen fehlen]

Beispiele:

[1] Das frühe Aufstehen jeden Morgen ist wirklich zach.
[1] „Das Jugendwort ‚zach‘, ein echter ‚Austriazismus‘, sei derzeit unter Jugendlichen stark in Verwendung. ‚Seine ursprüngliche Bedeutung 'zäh' wurde massiv erweitert, sodass es heute jede Art Negatives meint und damit für alles verwendet wird, was mühsam, schwierig, problematisch usw. ist‘, so die Jury.“[8]
[1] „Jeder Zweite sagt in neuer Umfrage: ›2016 wird ,zach‘‹: […]“[9]
[1] „Leo Steinbichler will sich allerdings nicht unterkriegen lassen. ‚Wer, wie ich, gegen ein Netzwerk ist, wird getötet, wenn er nicht gerade ein zacher Hund ist.‘“[10]
[1] „Als ‚zacher Hund‘ haben Sie grundsätzlich eine gute Kondition und betreiben gerne verschiedene Sportarten – auch mal etwas anderes als nur Laufen: Mountainbiking oder Canyoning, Rafting oder Klettern bauen Sie in Ihre Wanderung ein.“[11]
[1] „An sich bin ich ein zacher Hund, aber etwas auf dieser Welt hat mich wirklich fast umgebracht.“[12]
[1] Marcel Hirscher, 27, wähnt sich für den Winter auf dem richtigen Weg, wenngleich die Vorbereitung mit Fortdauer der Karriere „immer zacher“ wird und „nicht mehr aufregend“ ist.[13]
[1] Es ist wahrscheinlich der schlechteste, mieseste und zacheste Film, den ich je gesehen habe und dabei hätte er sogar Potenzial gehabt.[14]
[2] So ä zaches Mädel!?
[3] Die zache Bratensoße ergoss sich über den Frack.
[4] Wenn ich gewusst hätte, dass das Fleisch von Discounter so zach ist, wäre ich doch lieber zum regionalen Fleischer gegangen.
[5] Zach beharrte Bernhard darauf, noch eine Runde Doppelkopf zu spielen.
[6] Das Handtuch ist noch zach.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] zacher Hund

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „zach
[1] Duden online „zach
[1] ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kulturelle Angelegenheiten (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Neubearbeitung auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 38. neubearbeitete Auflage. ÖBV, Pädag. Verl., Wien 1997, ISBN 3-215-07910-0 (Bearbeitung: Otto Back et al.; Red.: Herbert Fussy)

Quellen:

  1. Stefan Kleiner, Ralf Knöbl und Dudenredaktion: Duden Aussprachewörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 7., komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 6, Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-04067-4, DNB 1070833770, „zach, Zach“, Seite 914.
  2. Duden online „zach
  3. ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 43. Auflage. ÖBV, Wien 2016, ISBN 978-3-209-08513-9 (Bearbeitung: Magdalena Eybl et al.; Red.: Christiane M. Pabst, Herbert Fussy, Ulrike Steiner), „zach“, Seite 841.
  4. Sächsisches Volkswörterbuch; Gunter Bergmann (Herausgeber), Lehmstedt Verlag Leipzig, 2012, ISBN: 978-3937146-81-2; Seite 360
  5. Sächsisches Volkswörterbuch; Gunter Bergmann (Herausgeber), Lehmstedt Verlag Leipzig, 2012, ISBN: 978-3937146-81-2; Seite 360
  6. Sächsisches Volkswörterbuch; Gunter Bergmann (Herausgeber), Lehmstedt Verlag Leipzig, 2012, ISBN: 978-3937146-81-2; Seite 360
  7. Sächsisches Volkswörterbuch; Gunter Bergmann (Herausgeber), Lehmstedt Verlag Leipzig, 2012, ISBN: 978-3937146-81-2; Seite 360
  8. Wörter des Jahres: "Willkommenskultur" und "zach". In: DiePresse.com. 3. Dezember 2015, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 31. August 2016).
  9. Zach. In: Der Standard digital. 19. Dezember 2015 (URL, abgerufen am 31. August 2016).
  10. "Agrarrebell" Steinbichler im Konkurs. In: Krone Online. 3. September 2008 (URL, abgerufen am 31. August 2016).
  11. Die vier Wandertypen:. In: sueddeutsche.de. 4. März 2008, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 31. August 2016).
  12. Thomas Köpf, Andrea Fehringer: Wolfgang Ambros: Die Biographie. Carl Ueberreuter, 2011 (Google Books, abgerufen am 3. September 2016)
  13. Christoph Gastinger: Hirscher: „Ich habe nicht mehr den letzten Willen“. In: DiePresse.com. 23. September 2016, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 29. Januar 2017).
  14. Valerie Gaupmann: Movie-Review: Son of Sam (Sunfilm). Alternativ Music Magazin, 2017, abgerufen am 29. Januar 2017.