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ta bladet från munnen (Schwedisch)Bearbeiten

RedewendungBearbeiten

Worttrennung:

ta bla·det från mun·nen

Aussprache:

IPA: [ˈtɑː ˈblɑːdət ˈfroːn ˈmɵnːən]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] geradeheraus sagen, was man weiß oder meint[1]; kein Blatt vor den Mund nehmen[2][3]; aufrichtig seine Meinung sagen[4]; mit der Wahrheit nicht hinterm Berge halten, aus seinem Herzen keine Mördergrube machen[5]; seine Meinung frei aussprechen[6][7]; wörtlich: „das Blatt vom Mund wegnehmen“

Herkunft:

Im Ausdruck ta bladet från munnen ist „blad → sv“ im Sinne von „ein Blatt einer Pflanze“ gemeint.[1] Allerdings gehen bei der Herkunftsvermutung die Meinungen auseinander[8], es könnte auch „blad“ im Sinne von „ein Blatt Papier“ gemeint sein. Diese Redewendung ist sehr alt, schon 1685 wurde sie in einem Wörterbuch aufgeführt. Es gibt sie in vielen Sprachen und eine ältere niederdeutsche Version lautet: „keen blad vör't muul nemen.“ Unter anderem wird auf eine Erklärung von Grimm verwiesen:[6] Der Jäger bricht ein Blatt ab und ahmt darauf pfeifend, die Stimme des Wildes nach, um es anzulocken. Wenn nun eine Person nicht frei sprechen durfte, so durfte sie doch pfeifen und dabei das Blatt vor den Mund halten.[9]

Sinnverwandte Wörter:

[1] sjunga rent ut, inte sticka under stol med, tala fritt ur hjärtat

Beispiele:

[1] Nu är dags att kommunalrådet, Per-Olov Rapp tar bladet från munnen och tydligt och öppet börjar förklara för Salas medborgare (..) på vilka sätt Sala kan bli starkare och växa genom skapandet av ett kostsamt kulturhus.
Nun ist es an der Zeit, dass Kommunalrat Per-Olov Rapp kein Blatt vor den Mund nimmt und der Salabevölkerung deutlich und offen erklärt, auf welche Art und Weise Sala durch die Anschaffung eines teuren Kulturhauses stärker werden und wachsen kann.
[1] Och det kom en dag, då Jan fick lov att ta bladet från munnen och tala om hur det förhöll sig.[10]
Und es kam ein Tag, an dem Jan die Erlaubnis erhielt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und darüber zu sprechen, wie die Dinge standen.

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Schwedischer Wikipedia-Artikel „Lista över svenska idiomatiska uttryck

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Übersetzung aus Norstedt (Herausgeber): Norstedts svenska ordbok. 1. Auflage. Språkdata och Norstedts Akademiska Förlag, 2003, ISBN 91-7227-407-7 "blad", Seite 106
  2. Norstedt (Herausgeber): Norstedts stora tyska ordbok. 1. Auflage. Norstedts Akademiska Förlag, 2008, ISBN 978-91-7227-486-0 "blad", Seite 54
  3. Hans Schottmann, Rikke Petersson: Wörterbuch der schwedischen Phraseologie in Sachgruppen. LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7957-7, Seite 176
  4. Svenska Akademien (Herausgeber): Svenska Akademiens ordlista över svenska språket. (SAOL). 13. Auflage. Norstedts Akademiska Förlag, Stockholm 2006, ISBN 91-7227-419-0 (bladet från munnen&grad=M ta bladet från munnen) "blad", Seite 86, Netzausgabe
  5. Carl Auerbach: Svensk-tysk ordbok (Schwedisch-deutsches Wörterbuch). 3. Auflage. Norstedts, Stockholm 1920 (1529 Seiten, digitalisiert), blad, Seite 183
  6. 6,0 6,1 Übersetzung aus Svenska Akademiens Ordbok „blad
  7. Übersetzung aus Anders Fredrik Dalin: Ordbok öfver svenska språket. A.F. Dalin, Stockholm 1850–1853 (digitalisiert), „blad“.
  8. Elof Hellquist: Svensk etymologisk ordbok. 1. Auflage. C. W. K. Gleerups förlag, Berlingska boktryckeriet, Lund 1922 (digitalisiert) "blad", Seite 46
  9. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Blatt
  10. Selma Lagerlöf : Kejsarn av Portugallien. Bonniers förlag, 1962