supa som en borstbindare

supa som en borstbindare (Schwedisch)Bearbeiten

RedewendungBearbeiten

Worttrennung:

su·pa som en borst·bin·da·re

Aussprache:

IPA: [`sʉːpa ˈsɔmː ˈɛ̝nː `bɔʂʈˌbɪndarə]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] maßlos trinken[1][2]; wie ein Bürstenbinder saufen, saufen wie ein Loch, ein Igel, ein Schwamm[3]; som en borstbindare: übertrieben, übermäßig, mit äußerster Heftigkeit.[4]

Herkunft:

Att supa som en borstbindare (saufen wie ein Bürstenbinder) ist wohl der älteste der Ausdrücke mit dem Beruf des Bürstenmachers im Fokus. Zu Beginn war es ein Wortspiel in der deutschen Sprache, aus der dieser Ausdruck nach Schweden kam. Auf Deutsch heißt nämlich „bürsten“ sowohl „mit einer Bürste bürsten“ als auch „trinken, saufen“. Aber auch im Schwedischen kennt man den Ausdruck „borsta“ (bürsten) für „trinken“. Es waren von Hof zu Hof ziehende Hausierer in Västergötland, die den Ausdruck verbreiteten.[5] Das „Bürsten“ oder auch „Bürschten“ bezieht sich eigentlich auf das „Bürsten der Kehle“ und ist nicht, wie mancher fälschlich glaubt, mit dem deutschen „Bursch“, dem Studenten, verwandt.[6]

Beispiele:

[1] Har inte alla svenska storheter på litteraturens och konstens område supit som borstbindare?
Haben nicht alle schwedischen Größen der Literatur oder Kunst gesoffen wie die Bürstenbinder?
[1] Sedan hans fru har lämnat honom super han som en borstbindare.
Seit seine Frau ihn verlassen hat, säuft er wie ein Bürstenbinder.

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Schwedischer Wikipedia-Artikel „Borstbindare
[1] Schwedischer Wikipedia-Artikel „Lista över svenska idiomatiska uttryck

Quellen:

  1. Übersetzung aus Norstedt (Herausgeber): Norstedts svenska ordbok. 1. Auflage. Språkdata och Norstedts Akademiska Förlag, 2003, ISBN 91-7227-407-7 "borstbindare", Seite 126
  2. Übersetzung aus Svenska Akademiens Ordbok „borstbindare
  3. Carl Auerbach: Svensk-tysk ordbok (Schwedisch-deutsches Wörterbuch). 3. Auflage. Norstedts, Stockholm 1920 (1529 Seiten, digitalisiert), borstbindare Seite 210
  4. Übersetzung aus Anders Fredrik Dalin: Ordbok öfver svenska språket. A.F. Dalin, Stockholm 1850–1853 (digitalisiert), „borstbindare“.
  5. [1] ordbruket
  6. Elof Hellquist: Svensk etymologisk ordbok. 1. Auflage. C. W. K. Gleerups förlag, Berlingska boktryckeriet, Lund 1922 (digitalisiert) "borst", Seite 57