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sonnenbaden (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich sonnenbade
du sonnenbadest
er, sie, es sonnenbadet
Präteritum ich sonnenbadete
Konjunktiv II ich sonnenbadete
Imperativ Singular sonnenbade!
Plural sonnenbadet!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
sonnengebadet haben
Alle weiteren Formen: Flexion:sonnenbaden
 
[1] sonnenbadende Frau am Strand von Cabarete, Dominikanische Republik; Aufnahme vom 22. September 2012

Anmerkung zur Flexion:

Dem Duden und Brockhaus Wahrig zufolge ist das Verb zumeist nur im Infinitiv und im Partizip II gebräuchlich.[1][2][3][4]

Worttrennung:

son·nen·ba·den, Präteritum: son·nen·ba·de·te, Partizip II: son·nen·ge·ba·det

Aussprache:

IPA: [ˈzɔnənˌbaːdn̩]
Hörbeispiele:   sonnenbaden (Info)

Bedeutungen:

[1] intransitiv: ein oder mehrere Sonnenbäder nehmen

Herkunft:

Ableitung (Desubstantivum) zum Substantiv Sonnenbad durch Konversion und mit zusätzlich notwendiger Flexionsendung -en

Synonyme:

[1] sich sonnen
[1] schweizerisch: sünnelen

Beispiele:

[1] „Von gewöhnlichen Sonnenstrahlen bekommst du den Sonnenbrand: wenn du zuviel sonnenbadest, kannst du sogar Brandwunden kriegen.“[5]
[1] „Erst seitdem man sich im Freien auszieht und ausgiebig sonnenbadet, nehmen die Melanome zu.“[6]
[1] „Die Mehrzahl der Gäste, so erzählt Hotelbesitzer Serag Hwaidak, wolle einfach nur relaxen - essen, trinken, ausruhen, sonnenbaden, schwimmen und schnorcheln.“[7]
[1] „Die helleren Stellen im Brust- und Intimbereich lassen darauf schließen, daß im Bikini sonnengebadet wurde.[8]
[1] „Bald darauf hielt sie ihm vor, dass er sich nur mit Shorts bekleidet im heimischen Garten sonnenbade: ‚Du bist nicht mehr doll und attraktiv genug, um dich in Sichtweite der Nachbarn so ihm Liegestuhl präsentieren zu können.‘“[9]
[1] „Schatz, du sonnenbadest zu viel, das geht nicht.“[10]
[1] „Zum Ersten haben in Österreich und Deutschland keineswegs nur die von der Geschichtsschreibung erfassten Widerstandskämpfer Widerstand geleistet: Als die Polizei bei meinen Eltern anklopfte, weil ein Nachbar angezeigt hatte, dass eine unbekannte Frau - die von meinen Eltern versteckte Jüdin - auf der Dachterrasse sonnenbade, gab sich eine zufällig zu Besuch anwesende arische Studentin ohne mit der Wimper zu zucken als die Gesuchte aus.“[11]
[1] „Ich liebe das Meer, besonders im Winter; ich liebe es, an den Strand zu gehen, auch wenn ich nie sonnenbade.[12]
[1] „Junge Sachsen schützen sich zu selten vor schädlicher Sonnenstrahlung. Das hat eine repräsentative Umfrage von Academic Data ergeben. […] Jeder Zweite gab jedoch an, oft sonnenzubaden.[13]
[1] „Das befreundete Ehepaar Walser mit den vier kleinen Töchtern verbrachte bei ihnen auf Sylt seine Sommerurlaube, wo zwischen 1966 und 1968 ein illustres Kulturvölkchen gemeinsam sonnenbadete.[14]
[1] „So aktiv er in Job und Sport sei, so passiv pflege er die Freizeit zu verbringen: vorzugsweise sonnenbadend am See.“[15]
[1] „Eine Lehre, die er aus dem vergangenen Jahr gezogen hatte, als ihn Paparazzi dabei ertappten, wie er und seine sich im Bikini räkelnde Lebensgefährtin an der Côte d’Azur sonnenbadeten.[16]

ÜbersetzungenBearbeiten

Referenzen und weiterführende Informationen:

[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „sonnenbaden
[*] canoo.net „sonnenbaden
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonsonnenbaden
[*] The Free Dictionary „sonnenbaden
[1] Duden online „sonnenbaden
[*] Wahrig Synonymwörterbuch „sonnen, sich“ auf wissen.de
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „sonnenbaden
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „sonnenbaden
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort »sonnenbaden«, Seite 1561.
[*] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »sonnenbaden«.
[1] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »sonnenbaden«.

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort »sonnenbaden«, Seite 1561.
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »sonnenbaden«.
  3. Dudenredaktion, unter Mitwirkung von Peter Eisenberg und Jan Georg Schneider (Herausgeber): Duden, Richtiges und gutes Deutsch. Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. In: Der Duden in zwölf Bänden. 7., vollständig überarbeitete Auflage. Band 9, Dudenverlag, Mannheim 2011, ISBN 978-3-411-04144-2 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »sonnenbaden«.
  4. Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »sonnenbaden«.
  5. Den Atomkrieg überleben – ein Problem für uns alle. In: ZB Illustrierte. Illustrierte Zeitschrift für zivilen Bevölkerungsschutz. Nummer 26, 2. Dezemberheft, Dezember 1957, Seite 22 (URL: PDF 13,8 MB, abgerufen am 4. Juni 2015).
  6. Professor Eberhard Paul hat die Entstehungsdauer des malignen Melanoms genau untersucht. In: Nürnberger Nachrichten. 12. April 1990, Seite 13.
  7. Wo es den Pharaonen zu zugig war. In: Süddeutsche Zeitung. 2. November 1993, ISSN 0174-4917, Seite 26.
  8. Annette Scholz: Galerie Tobias Hirschmann zeigt Bilder des Pop-art-Künstlers Tom Wesselmann: „Landschaft mit Brust“. Bis 11. März. In: Frankfurter Rundschau. 6. Februar 1997, ISSN 0940-6980, Seite 15..
  9. Ekkehard Müller-Jentsch: Ein Offizier – aber kein Gentleman. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 238, 14. Oktober 1999, ISSN 0174-4917, Seite 3.
  10. RückLicht. In: Süddeutsche Zeitung. 30. Juni 2001, ISSN 0174-4917, Seite ROM8.
  11. Zweierlei Maßstäbe. In: profil. 12. November 2001, Seite 144.
  12. Cristina Nord (Interviewerin), Wes Anderson (Interviewter): „Nostalgisch aufgelaufen“. In: taz.die tageszeitung. Nummer 7618, 18. März 2005, ISSN 0931-9085, Seite 16 (taz Print-Archiv, abgerufen am 4. Juni 2015).
  13. AOK Sachsen. In: Leipziger Volkszeitung. 6. März 2007, Seite 16.
  14. Alexander Cammann: Augstein und Walser: Lebenslauf der Liebe. In: Zeit Online. Nummer 50/2009, 10. Dezember 2009, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 4. Juni 2015).
  15. «Den Anker habe ich hier gelegt». In: Berner Zeitung. 1. Oktober 2011, Seite 027.
  16. Maryam Schumacher: Im Fegefeuer der Eitelkeiten. In: taz.die tageszeitung. Nummer 10193, 27. August 2013, ISSN 0931-9085, Seite 17 (taz Print-Archiv, abgerufen am 4. Juni 2015).
  17. Mundartnahe Umschrift nach Harvey Sobleman, Richard S. Harrell; compilation by Thomas Fox, Alan McAninch, Allal Chreibi, Majid Soussane, Mohamed Neheiri (Herausgeber): A Dictionary of Moroccan Arabic. English–Moroccan. Georgetown University Press, Washington, D.C. 1963, Stichwort »sun«, Seite 198.
  18. Mundartnahe Umschrift nach El-Said Badawi, Martin Hinds: A Dictionary of Egyptian Arabic. Arabic-English. Librairie du Liban, Beirut 1986, Stichwort »اتشمّس‎«, Seite 478.
  19. 19,0 19,1 Mundartnahe Umschrift nach Leonhard Bauer, unter Mitwirkung von Anton Spitaler (Herausgeber): Deutsch-arabisches Wörterbuch der Umgangssprache in Palästina und im Libanon. Wörterbuch der arabischen Umgangssprache. Deutsch - Arabisch. 2., erweiterte und verbesserte Auflage. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1957, DNB 450262200, Stichwort »Sonne«, Seite 280.
  20. Mundartnahe Umschrift nach D.R. Woodhead, Wayne Beene (Hrsg.); under the technical direction of Karl Stowasser, with the assistance of Majid Damah, Faisal Al-Khalaf, Husain Mustafa, Darrel Smith, Ronald G. Wolfe: A Dictionary of Iraqi Arabic. Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 1967, ISBN 0-87840-281-0, Stichwort »tšammas«, Seite 249.
  21. Beverly E. Clarity, Karl Stowasser, Ronald G. Wolfe, D.R. Woodhead, Wayne Beene (Herausgeber): A Dictionary of Iraqi Arabic. English–Arabic Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 2003, ISBN 0-87840-136-9, Stichwort »tšammas«, Seite 249 (arabisch-englischer Teil).