fortlächeln (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich lächele fort
lächle fort
lächel fort
du lächelst fort
er, sie, es lächelt fort
Präteritum ich lächelte fort
Konjunktiv II ich lächelte fort
Imperativ Singular lächele fort!
lächle fort!
lächel fort!
Plural lächelt fort!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
fortgelächelt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:fortlächeln

Worttrennung:

fort·lä·cheln, Präteritum: lä·chel·te fort, Partizip II: fort·ge·lä·chelt

Aussprache:

IPA: [ˈfɔʁtˌlɛçl̩n]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] freundlich (mit einem Lächeln) übergehen

Herkunft:

Ableitung eines Partikelverbs zum Verb lächeln mit der Partikel fort

Synonyme:

[1] weglächeln

Oberbegriffe:

[1] lächeln

Beispiele:

[1] „Gottlob! durch meine Fenſter bricht
Franzöſiſch heit’res Tageslicht;
Es kommt mein Weib, ſchön wie der Morgen,
Und lächelt fort die deutſchen Sorgen.“[1]
[1] „Vor dem deutschen Grand Prix federte er am vergangenen Wochenende am Nürburgring alle An- und Untergriffe ab und lächelte sämtliche Probleme fort.[2]
[1] „Wo ist sie, was ist los mit ihr? Die Schwester kommt leise ins Zimmer, streichelt ihre Hand. ‚Ein Unfall‘, sagt sie. ‚Gehirnerschütterung, ein paar Prellungen und ein Kieferbruch; der wird morgen operiert.‘ ‚Unfall?‘, wundert sich Peggy. Die Schwester lächelt die Frage fort und richtet das Bett.“[3]
[1] „Jetzt trägt sie statt Jeans ein langes weißes Rüschenbrautkleid und lächelt die Anstrengung fort.[4]
[1] „»Das hat wohl mit meiner Kindheit zu tun. Meine Eltern gingen auseinander, da war ich fünf. Mein Vater liebte eine andere Frau. Schwer zu begreifen für ein kleines Mädchen, so etwas. Aber …«, sie versucht Leos Anteilnahme fortzulächeln, »… ich hatte meine Großmutter. Wenigstens sie hat mein Kinderleben doch noch mit schönen Erinnerungen aufgefüllt.«“[5]
[1] „Passieren hin und wieder kleinere Pannen, werden sie einfach »fortgelächelt«.“[6]
[1] „«Um ein Haar hätt’s nicht gereicht.» Magner lächelte ihre Worte fort. «Aber jetzt sind Sie hier, […].»“[7]

ÜbersetzungenBearbeiten

Quellen:

  1. Heinrich Heine: Nachtgedanken. In: Neue Gedichte. 1. Auflage. Hoffmann und Campe, Hamburg 1844, Seite 276 (Zitiert nach Google Books).
  2. Christoph Zöpfl: Der Ferrari-Präsident äugt durch die rosarote Brille. In: Oberösterreichische Nachrichten. 26. Juli 1996.
  3. Allee der Kreuze. In: FOCUS. 20. November 2000, ISSN 0943-7576.
  4. Mitten in Nikosia. In: Süddeutsche Zeitung. 6. November 2004, ISSN 0174-4917, Seite 14.
  5. Annette Hohberg: Alles, was bleibt. Roman. Knaur, München 2011, ISBN 978-3-426-65227-5, Seite 55 (Zitiert nach Google Books).
  6. Premieren-Platt alles andere als platt. In: Westfalen-Blatt. 21. Juni 2011.
  7. Katharina Adler: Ida. Roman. 1. Auflage. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018, ISBN 978-3-498-00093-6, Seite 11.