Vandalismus (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular Plural
Nominativ der Vandalismus
Genitiv des Vandalismus
Dativ dem Vandalismus
Akkusativ den Vandalismus

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

Wandalismus

Worttrennung:

Van·da·lis·mus, kein Plural

Aussprache:

IPA: [vandaˈlɪsmʊs]
Hörbeispiele:   Vandalismus (Info)
Reime: -ɪsmʊs

Bedeutungen:

[1] vorsätzliche, sinnlose und mutwillige Beschädigung oder Zerstörung von Eigentum, meistens von fremdem oder gemeinschaftlichem

Herkunft:

Ende des 18. Jahrhunderts nach gleichbedeutend französisch[1] vandalisme → fr,[2] in Anlehnung an die vermeintlich „zerstörungswütig“ agierenden Vandalen, die 455 n. Chr. Rom plünderten. (unberechtigte Verunglimpfung der Wandalen[3])

Sinnverwandte Wörter:

[1] Zerstörungswut

Beispiele:

[1] „Es ist begreiflich, daß die Aufregung der ohnehin franzosenfeindlichen Einwohnerschaft durch solchen Vandalismus aufs äußerste gesteigert ward.“ (Kügelgen: Jugenderinnerungen eines alten Mannes)
[1] „Er verdient zwar am Vandalismus, doch die Liebe zum Rad geht ihm über alles.“[4]
[1] „Für die Schäden bei U-Bahn, Bus und Tram, die jedes Jahr durch Vandalismus entstehen, muss die MVG tief in die Tasche greifen.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] flächendeckender, politischer Vandalismus
kreativer Vandalismus

Wortbildungen:

[1] Vandalisierung, vandalisieren, Vandale, Vandalin, vandalisch, Vandalismussicherung

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Vandalismus
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Vandalismus
[1] Duden online „Vandalismus
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalVandalismus
[1] Langenscheidt Fremdwörterbuch (Deutsch), Stichwort: „Vandalismus
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Vandalismus
[(1)] Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909, Stichwort „Vandalismus“ (Wörterbuchnetz), „Vandalismus“ (Zeno.org)

Quellen:

  1. Vandalismus www.woerterbuchnetz.de, abgerufen am 16. Januar 2016
  2. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, Stichwort: Vandale, ISBN 3-423-03358-4.
  3. Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909, Stichwort „Vandalismus“ (Wörterbuchnetz), „Vandalismus“ (Zeno.org)
  4. Annette Birschel: Mordsgouda. Als Deutsche unter Holländern. Ullstein, Berlin 2011, Zitat Seite 106, ISBN 978-3-548-28201-5.
  5. 1,8 Millionen Euro Schaden www.muenchen.tv, abgerufen am 16. Januar 2016