Reduktionssilbe

Reduktionssilbe (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv,fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Reduktionssilbe

die Reduktionssilben

Genitiv der Reduktionssilbe

der Reduktionssilben

Dativ der Reduktionssilbe

den Reduktionssilben

Akkusativ die Reduktionssilbe

die Reduktionssilben

Worttrennung:

Re·duk·ti·ons·sil·be, Plural: Re·duk·ti·ons·sil·ben

Aussprache:

IPA: [ʁedʊkˈt͡si̯oːnsˌzɪlbə]
Hörbeispiele:   Reduktionssilbe (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: eine unbetonte Nebensilbe, deren Gipfel ein Murmelvokal/Reduktionsvokal oder ein Sonant - aber kein Vollvokal - ist

Herkunft:

Determinativkompositum aus Reduktion, Fugenelement -s und Silbe

Gegenwörter:

[1] Vollsilbe

Oberbegriffe:

[1] Silbe

Beispiele:

[1] „Zwar sind sie wie im Kernwortschatz überwiegend trochäisch, aber ohne die für den Kernwortschatz typische Reduktionssilbe als Ultima kommt offenbar eine flexionsmorphologisch vollständige Integration nicht in Gang.“[1]
[1] „Vollsilben können den Wortakzent tragen, Reduktionssilben nicht. Da Wörter betonbar sein müssen, folgt, dass ein Wort aus mindestens einer Vollsilbe bestehen muss.“[2]
[1] „Im Zuge der Synkopierungen ändert sich die prosodische Struktur der meisten mittelhochdeutschen Wörter derart, dass sie aus einer Folge von einer betonten Vollsilbe und einer unbetonten Reduktionssilbe bestehen.“[3]
[1] „Langvokale kommen nur in Vollsilben, nie in Reduktionssilben vor.“[4]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Reduktionssilbe

Quellen:

  1. Peter Eisenberg: Anglizismen im Deutschen. In: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Herausgeber): Reichtum und Armut der deutschen Sprache. Erster Bericht zur Lage der deutschen Sprache. de Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-033462-3, Seite 57–119, Zitat Seite 102.
  2. Beatrice Primus – Vorlesung: Das Schriftsystem des Deutschen – Sommersemester 2009, Universität Köln, Seite 15. Aufgerufen am 31.10.14.
  3. Renata Szczepaniak: Der phonologisch-typologische Wandel des Deutschen von einer Silben- zu einer Wortsprache. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019274-2, Seite 152. Abkürzung aufgelöst.
  4. Martin Evertz: Einführung in die Sprachwissenschaft, Universität Köln, Wintersemester 2009/10, Seite 50. Aufgerufen am 31.10.14.