Pyramidion (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ das Pyramidion die Pyramidien die Pyramidia
Genitiv des Pyramidions der Pyramidien der Pyramidia
Dativ dem Pyramidion den Pyramidien den Pyramidia
Akkusativ das Pyramidion die Pyramidien die Pyramidien
 
[1] Pyramidion der Amenemhet-III.-Pyramide

Worttrennung:

Py·ra·mi·di·on, Plural 1: Py·ra·mi·di·en, Plural 2: Py·ra·mi·dia

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] pyramidenförmiger Abschlussstein eines Obelisken oder einer Pyramide

Herkunft:

Bei Pyramidion handelt es sich um ein modernes Kunstwort, das den Diminutiv von πυραμίς (pyramís) → grc ‚Pyramide[1]‘ darstellt[2].

Beispiele:

[1] „Diesem Steinraub fielen auch die Spitze der Pyramide, das Pyramidion, und die obersten Lagen zum Opfer.“[3]
[1] „Durch seine hellere messingähnliche Farbe wurde das Elektrum noch glänzender als das reine Gold. Dies war vielleicht der Grund, warum die Pyramidien der Obelisken mit Elektrum überzogen wurden.“[4]
[1] „Die Pyramidia an der Spitze der Hatschepsut-Obelisken waren mit derselben Darstellung geschmückt, die sich allerdings auf die beiden Hauptpersonen beschränkte, Amon und die Königin […].“[5]
[1] „Die Abwesenheit von Hieroglyphen auf denselben Flächen, von denen die Pyramidien von Granit gewöhnlich bedeckt sind, und besonders das Muster der beiden Obelisken von Heliopolis, von denen wir sprechen werden, sind Thatsachen, welche große Wahrscheinlichkeiten begründen, um anzunehmen, daß die beiden Obelisken von Luxor mit Außenwerken von Erz gekrönt waren.“[6]
[1] „Ein Charakteristikum dieser späten Pyramiden ist das Fehlen einer eigenen Spitze, des Pyramidions.[7]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Pyramidion
[1] Pierer’s Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart. 4., umgearbeitete und stark vermehrte Auflage. 19 Bände. Altenburg 1857–1865 „Pyramidion
[1] Lexikon der Ägyptologie. Band V: Pyramidenbau–Steingefäße, Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1984, ISBN 3-447-02489-5, Seite 22 (Google Books).
[1] Peter Jánosi: Die Pyramiden. Mythos und Archäologie. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-50831-8, Seite 124 (Google Books).

Quellen:

  1. Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „πῡραμίς“.
  2. Lexikon der Ägyptologie. Band V: Pyramidenbau–Steingefäße, Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1984, ISBN 3-447-02489-5, Seite 22 (Google Books).
  3. Hans Reichardt: Die sieben Weltwunder. Tessloff Verlag, Nürnberg 1999, ISBN 978-3-7886-0421-9, Seite 14 (Google Books).
  4. Lepsius: Über einige Aegyptische Kunstformen und ihre Entwicklung. In: Philologische und historische Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Ferdinand Dümmler’s Verlags-Buchhandlung, Berlin 1872, Seite 48 (Google Books).
  5. Christiane Desroches Noblecourt: Hatschepsut. Die geheimnisvolle Königin auf dem Pharaonenthron. Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach 2007, ISBN 978-3-404-64224-3, Seite 412 (Google Books).
  6. J. J. Hittorff: Ueber das Pyramidion von vergoldetem Erz, von den alten Egyptiern bei einigen ihrer Obelisken als Krönung angewendet. In: Ludwig Förster (Herausgeber): Allgemeine Bauzeitung mit Abbildungen für Architekten, Ingenieurs, Dekorateurs, Bauprofessionisten, Oekonomen, Bauunternehmer und Alle, die an den Fortschritten und Leistungen der neuesten Zeit in der Baukunst und den dahin einschlagenden Fächern Antheil nehmen. Nummer 35, Wien 1837, Seite 290 (Google Books).
  7. Peter Jánosi: Die Pyramiden. Mythos und Archäologie. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-50831-8, Seite 121 (Google Books).