Papulatur (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Papulatur

die Papulaturen

Genitiv der Papulatur

der Papulaturen

Dativ der Papulatur

den Papulaturen

Akkusativ die Papulatur

die Papulaturen

Nebenformen:

Pappalatur

Worttrennung:

Pa·pu·la·tur, Plural: Pa·pu·la·tu·ren

Aussprache:

IPA: [ˌpaːpulaˈtuːɐ̯]
Hörbeispiele:   Papulatur (Info)
Reime: -uːɐ̯

Bedeutungen:

[1] regional, abwertend: Körperöffnung in der unteren Hälfte des Gesichts, die zur Nahrungsaufnahme und (vor allem zur) Lauterzeugung fähig ist • Für diese Bedeutung fehlen Referenzen oder Belegstellen.

Herkunft:

scherzhafte latinisierende Bildung zu Pappen [Quellen fehlen]

Synonyme:

[1] Mund(-werk)

Beispiele:

[1] „Schnell lernte ich, dass gute Noten und eine gute Papulatur ein Ausweg aus dem Dilemma waren.“[1]
[1] „Während man allerdings nach dem Genuss beispielsweise eines wohlbestreuten Schnittlauchbutterbrotes Konversationen für ein Weilchen mit dezent abgewandtem Kopf und kontrollierter Atmung führen sollte, um sein Gegenüber nicht in die Ohnmacht zu treiben, stinkt man nach Allium-tuberosum-Orgien so gut wie nicht aus der Papulatur.“[2]
[1] „Redet erstens ununterbrochen Stumpfsinn und bringt zweitens dabei seine offenbar von Geburt an mit unzureichenden Scharnieren ausgestattete Papulatur nicht auf.“[3]
[1] „Die Trompeter bliesen, daß ihnen schier die Papulatur barst, der Nebel zerriß vor dem Ungestüm.“[4]
[1] „Das Schloss ruft meinen anderen Rad-Kollegen in Erinnerung, dass seine adeligen Vorfahren in dieser Gegend vor 400 Jahren etwa 12 Mühlen besessen hätten. Vom Adel ist bis auf die Papulatur nichts geblieben.“[5]

ÜbersetzungenBearbeiten

Quellen:

  1. Eva Weissenberger (Interviewerin), Claudia Reiterer (Interviewte): „Familie ist die Absenz von Lüge“. In: Kleine Zeitung. 24. August 2014, Seite 4–5.
  2. Ute Woltron: Schnittknoblauch: Das Exotische ist uns nah genug. In: DiePresse.com. 24. September 2011, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 21. November 2017).
  3. [nicht einsehbar]: [nicht einsehbar]. In: Land Oberösterreich und Stifterhaus (Herausgeber): Die Rampe. Hefte für Literatur. R. Trauner, Linz 1999, ISBN 3-85320-995-5, Seite 22 (Zitiert nach Google Books).
  4. Karl von Möller: Grenzen wandern: ein Banater Roman. Amalthea-Verlag, 1937, Seite 162 (alte Schreibweisen im Zitat: ‚daß‘, ‚zerriß‘, zitiert nach Google Books).
  5. Thomas Rambauske: Waldviertler GRANITTRAIL – alle drei Etappen - Teil 1. BergNews.com, abgerufen am 25. November 2017.