Instinktreduktion

Instinktreduktion (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Instinktreduktion

Genitiv der Instinktreduktion

Dativ der Instinktreduktion

Akkusativ die Instinktreduktion

Worttrennung:

In·s·tinkt·re·duk·ti·on, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ɪnˈstɪŋktʁedʊkˌt͡si̯oːn]
Hörbeispiele:   Instinktreduktion (Info)

Bedeutungen:

[1] Anthropologie: verhaltensphysiologische Situation beim Menschen, die sich durch eine weitgehende Reduktion bzw. durch einen weitgehenden Abbau der Instinkte auszeichnet

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Instinkt und Reduktion

Beispiele:

[1] „Die für den Menschen entscheidende Eigenschaft besteht, wie Lorenz übrigens selbst sieht […], bei diesem Thema in einer Instinktreduktion, d. h. in einem offenbar stammesgeschichtlichen „Abbau“ fast aller fest montierten Zuordnungen von „Auslösern“ zu speziellen, angeborenen Bewegungsweisen.“[1]
[1] „Diese Plastizität der Antriebe ist aber eine Realität, sie folgt aus der Instinktreduktion des Menschen und sie ist im Zusammenhang mit dem zu sehen, was der "Antriebsüberschuß" des Menchen genannt wurde.“[2]
[1] „Aber was soll der Mensch tun? Der zweite wichtige Gesichtspunkt wird mit Begriffen wie „Instinktreduktion“ und „Weltoffenheit“ bezeichnet; der Mensch ist das unspezialisierte Tier. Daraus folgt, was Gehlen die „Reizüberflutung“ nennt. Ihr ist das weltoffene Wesen notwendig ausgesetzt – im Gegensatz zum Tier, das in seiner Instinkt-Leitung und Umweltspezialisierung davor zuverlässig geschützt bleibt.“[3]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Instinktreduktion“ (Beispiele im Kernkorpus)

Quellen:

  1. Arnold Gehlen: Der Mensch, Seine Natur und seine Stellung in der Welt, 16. Auflage, Wiebelsheim 2014; ISBN 978-3-89104-781-1, Seite 26
  2. Gehlen, Arnold, Urmensch und Spätkultur, Bonn: Athenäum 1956, S. 23; zitiert nach: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Instinktreduktion
  3. Die Zeit, 17.02.1984; zitiert nach: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Instinktreduktion