Hebraismus (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular Plural
Nominativ der Hebraismus die Hebraismen
Genitiv des Hebraismus der Hebraismen
Dativ dem Hebraismus den Hebraismen
Akkusativ den Hebraismus die Hebraismen

Worttrennung:

He·b·ra·is·mus, Plural: He·b·ra·is·men

Aussprache:

IPA: [hebʁaˈɪsmʊs]
Hörbeispiele:   Hebraismus (Info)
Reime: -ɪsmʊs

Bedeutungen:

[1] Linguistik: ein Wort oder sonstiger sprachlicher Ausdruck der hebräischen Sprache als Entlehnung (zum Beispiel als Fremd- oder Lehnwort) in einer anderen Sprache

Herkunft:

Ableitung zum Wortstamm Hebra- (zum Beispiel in Hebraist) mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ismus[1]

Gegenwörter:

[1] Gallizismus, Gräzismus, Italianismus, Jiddismus, Latinismus, Slawismus und viele andere mehr

Oberbegriffe:

[1] Entlehnung

Beispiele:

[1] Eine ganze Reihe von Wörtern, die ursprünglich Hebraismen waren, sind über das Jiddische, also als Jiddismen ins Deutsche gelangt, so etwa das bekannte Adjektiv „koscher“.[2]
[1] „Im Jiddischen ist nun eine Komponente die der Hebraismen, die für die alte Zeit schwer oder gar nicht von zitierten hebräischen Wörtern oder Wendungen sauber zu trennen sind, von Elementen also, die gar nicht dem Jiddischen zugehören.“[3]
[1] „Hebraismen und Aramäismen des Jiddischen beschränken sich nicht nur auf Substantive, sondern es gibt auch Verben, Adjektive, Adverbien und Partikel…“[4]
[1] „Sollten ihre Schriften von den einfachen Juden überhaupt verstanden werden, mußten sie sich deren Sprache mit all ihren Slawismen und Hebraismen bedienen.“[5]
[1] „Die Untersuchung hat ergeben, dass in der Gemeinsprache mit rund 150 mehr oder weniger geläufigen Hebraismen zu rechnen ist.“[6]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Hebraismus

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „Hebraismus“.
  2. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002. ISBN 3-11-017472-3
  3. Walter Röll: Die sprachgeschichtliche Erschließung der ältesten hebräisch-jiddischen Glossare zum Buch "Iob" und ihre Edition in Original und Transkription. Eberhard-Karls-Universität Tübingen, abgerufen am 23. September 2013.
  4. Harald Haarmann: Kleines Lexikon der Sprachen. Von Albanisch bis Zulu. Beck, München 2001, S. 196f. ISBN 3-406-47558-2. Abkürzung aufgelöst.
  5. Ronald Lötzsch: Duden. Jiddisches Wörterbuch. 2., durchgesehene Auflage. Dudenverlag: Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1992, Seite 11. ISBN 3-411-06241-X.
  6. Karl-Heinz Best: Hebraismen im Deutschen. In: Glottometrics. Nummer Heft 27, 2014, Seite 10-17, Zitat Seite 16. (PDF ram-verlag.eu)