Einheitspartei

Einheitspartei (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Einheitspartei die Einheitsparteien
Genitiv der Einheitspartei der Einheitsparteien
Dativ der Einheitspartei den Einheitsparteien
Akkusativ die Einheitspartei die Einheitsparteien

Worttrennung:

Ein·heits·par·tei, Plural: Ein·heits·par·tei·en

Aussprache:

IPA: [ˈaɪ̯nhaɪ̯t͡spaʁˌtaɪ̯]
Hörbeispiele:   Einheitspartei (Info)

Bedeutungen:

[1] Politik: die Partei eines Landes, die alle konformen politischen Strömungen beinhaltet; oft unterdrückt diese Partei oppositionelle Strömungen, um ihre Vormachtsstellung zu wahren

Herkunft:

[1] Determinativkompositum aus dem Substantiv Einheit, dem Fugenelement -s und dem Substantiv Partei

Oberbegriffe:

Partei

Unterbegriffe:

Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)

Beispiele:

[1] „Tansanias Einheitspartei Chama Cha Mapinduzi (CCM) befürwortete im Verlauf eines Parteitags am 19. Februar in Daressalam die Abschaffung des Einparteiensystems in dem afrikanischen Staat und die Einführung eines Systems des politischen Pluralismus, in dessen Rahmen sich verschiedene Parteien bilden können.“[1]
[1] „Die Unfähigkeit der ‚Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands‘ (SED), mit politischen Gegnern und oppositionellen Strömungen in den eigenen Reihen flexibel und duldsam umzugehen, ergab sich aus ihrer ideologischen und organisatorischen Herkunft.“[2]
[1] „Man hörte, dass der Vorschlag gemacht worden sei, das Abzeichen der Einheitspartei des tschechischen Volkes, die Präsident Hácha sofort nach dem Einmarsch der Deutschen gegründet hatte, umzudrehen.“[3]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Einheitspartei
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Einheitspartei
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalEinheitspartei

Quellen:

  1. Archiv der Gegenwart 62 (1992), S. 36513, zitiert nach dem DWDS
  2. Andreas Herbst/Winfried Ranke/Jürgen Winkler, So funktionierte die DDR – Band 1 u. 2, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1994, S. 9417, zitiert nach dem DWDS
  3. Peter Glotz: Die Vertreibung. Böhmen als Lehrstück. Ullstein, München 2003, ISBN 3-550-07574-X, Seite 134.