Bedenkzeit (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Bedenkzeit
Genitiv der Bedenkzeit
Dativ der Bedenkzeit
Akkusativ die Bedenkzeit

Worttrennung:

Be·denk·zeit, kein Plural

Aussprache:

IPA: [bəˈdɛŋkˌt͡saɪ̯t]
Hörbeispiele:   Bedenkzeit (Info)
Reime: -ɛŋkt͡saɪ̯t

Bedeutungen:

[1] Zeit, Frist zum Nachdenken

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus dem Stamm des Verbs bedenken und Zeit

Oberbegriffe:

[1] Zeit

Beispiele:

[1] Die Wohnung, die wir gerade besichtigt haben, ist wunderschön aber sehr teuer; wir baten den Verkäufer um eine Woche Bedenkzeit.
[1] Beim Blitzschach hat jeder Spieler für die gesamte Partie nur fünf Minuten Bedenkzeit.
[1] „Er wird sich von Goebbels ebenso freundlich, wie er jetzt im Kaiserhof mit ihm parliert, Bedenkzeit ausbitten, um holterdiepolter den Zug nach Paris zu besteigen.“[1]
[1] „Doch die Meinung der Frauen hatte sich in den zwölf Stunden Bedenkzeit nicht geändert.“[2]
[1] „Dann verteilt er Branntwein und gibt den Häuptlingen Bedenkzeit.“[3]
[1] „Er schwankt noch, aber wir haben ihm höhere Prozente angeboten als Hollmann und Klotz, und um sich während der Bedenkzeit freundlich zu erweisen, arbeitet er einstweilen für uns als Spion.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] um Bedenkzeit bitten, sich Bedenkzeit ausbitten/erbitten, Bedenkzeit verlangen, die Bedenkzeit ist abgelaufen/verstrichen, ¨Bedenkzeit geben

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Bedenkzeit
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bedenkzeit
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBedenkzeit

Quellen:

  1. Gundolf S. Freyermuth: Reise in die Verlorengegangenheit. Auf den Spuren deutscher Emigranten (1933-1940). Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, Seite 142. ISBN 3-423-30345-X.
  2. Siân Rees: Das Freudenschiff. Die wahre Geschichte von einem Schiff und seiner weiblichen Fracht im 18. Jahrhundert. Piper, München/Zürich 2003, ISBN 3-492-23999-4, Seite 112.
  3. Jörg-Uwe Albig: Das Herz der Finsternis. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014, Seite 96-115, Zitat Seite 105.
  4. Erich Maria Remarque: Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend. Roman. 5. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-02725-5, Seite 129. Erstmals 1956 erschienen.